Dieses Video wurde am 5. Dezember 2025 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die geplante Rentenreform 2026 steht vor einer Zerreißprobe. Professor Kronenberg analysiert die schwierigen Koalitionsverhandlungen und die drohende Regierungskrise. Gelingt die Reform unter diesen Umständen?
Die Rentenreform 2026 soll eine grundlegende Neuerung bringen, doch die Koalitionspartner stehen vor großen Herausforderungen. Gelingt die Einigung mit der SPD? Die Rahmenbedingungen sind ungemein schwierig, besonders angesichts bevorstehender Landtagswahlen. Das Thema Rente berührt die soziale Gerechtigkeit und betrifft jeden Bürger unmittelbar, besonders im Osten, wo viele auf die staatliche Rente angewiesen sind. Die politische Auseinandersetzung ist hochemotional und konfrontativ.
Die fragile Regierung steht vor der Zerreißprobe: Uneinigkeit in der Rentenfrage und Strömungen, die eine Reform torpedieren könnten. Ein Scheitern wäre fatal für die Zukunftssicherheit.
Die schwarz-rote Koalition zeigt sich in wichtigen Politikfeldern, wie Arbeit und Soziales, nicht geschlossen. Es fehlt das Vertrauen innerhalb der Union, und es gibt Misstrauen seitens der SPD gegenüber dem Kanzler und den Fraktionsvorsitzenden. Umfragen deuten auf schwierige Zeiten hin, besonders im Hinblick auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Die Einbeziehung der AfD in eine Kommission zur Rentenreform ist mit Skepsis zu betrachten. Es stellt sich die Frage, ob der große Reformwurf tatsächlich gelingen kann, angesichts von Diskussionen über die Rente mit 70 und einer angespannten Haushaltslage mit Rekordverschuldung.
Andere Staaten, wie die USA, die Schweiz und Skandinavien, haben bessere Modelle gefunden. In Frankreich führten Versuche, das Renteneintrittsalter zu erhöhen, zu massiven innergesellschaftlichen Konflikten. Es gibt Strömungen innerhalb der Regierung, die die Reform nicht wirklich wollen. Es gibt auch ein Kokettieren mit einer Minderheitsregierung mit wechselnden Mehrheiten. Mit einem weißen Blatt Papier in die Verhandlungen zu gehen, wäre naiv. Man geht mit einer bestimmten Grundeinstellung und Programmatik hinein, aber auch die Stimmung in der Bevölkerung spielt eine Rolle.
Der Zeitdruck ist groß, und die Konstellation im nächsten Jahr ist ungünstig für eine Regierung, die nicht entschlossen ist. Es fehlt das Narrativ der Zuversicht und Hoffnung. Die Regierung soll nicht verängstigen, sondern Entschlossenheit und Zukunft vermitteln. Doch wo ist das erkennbar? Professor Kronenberg bedauert das Fehlen einer klaren Vision und einer strategischen Ausrichtung in der Rentenpolitik der Regierung. Die aktuelle Politik vergrößert die Sorgen der Bürger.




