Dieses Video wurde am 8. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Rentendebatte in Deutschland spitzt sich zu: Geht es nach Lebensjahren oder Beitragsjahren? Sollten Akademiker bis 70 arbeiten? Die Diskussion um eine flexible Rente nimmt Fahrt auf, wobei die körperliche Belastung eine zentrale Rolle spielt.
Die Diskussion dreht sich darum, ob das Renteneintrittsalter stärker an die tatsächlich geleisteten Beitragsjahre gekoppelt werden sollte. Nena Brockhaus plädiert dafür, die individuelle Einzahlungshistorie stärker zu berücksichtigen als das reine Alter. Friedrich Merz und Berbel Bar zeigen sich offen für diesen Vorschlag. Gerade im Handwerk sei die körperliche Belastung enorm hoch, was früheres Arbeiten oft erschwert. Es müsse aber auch über Kapitalanlagen der Rente für jüngere Generationen nachgedacht werden. Eigenverantwortung und die Einbeziehung des Kapitalmarktes könnten eine wichtige Rolle spielen, um die Rente zukunftssicher zu gestalten.
Es braucht flexiblere Lösungen für den Renteneintritt, die sowohl individuelle Beitragsjahre als auch die körperliche Belastung berücksichtigen und Möglichkeiten der Eigenverantwortung stärken.
Ein weiterer Aspekt ist die Frage, wie mit Menschen umgegangen werden soll, die körperlich nicht mehr in der Lage sind, ihren Beruf auszuüben. Hier wird überlegt, ob Umschulungen eine sinnvolle Alternative darstellen könnten. Früher war es üblich, ein Leben lang im gleichen Beruf zu bleiben, heute sind häufigere Berufswechsel die Regel. Die junge Generation ist sich der Notwendigkeit der eigenen Vorsorge bewusst und sollte durch Anreize unterstützt werden. Auch die Polizei, als Beruf mit hoher körperlicher Belastung durch Schichtdienste, muss hier berücksichtigt werden.
Es gibt viele Polizisten die freiwillig länger arbeiten möchten. Die Rente müsse flexibler gestaltet werden, um individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Auch die Kinderbetreuung spielt eine Rolle, da Großeltern oft einspringen, wenn Kitaplätze fehlen. Soziale Projekte könnten eine Möglichkeit sein, sich weiterhin einzubringen, auch nach dem Ausscheiden aus dem Beruf. Die Einbindung von Menschen ohne Arbeit in den Arbeitsmarkt ist essentiell, um die Beitragszahler zu entlasten. Es fehlen existenzsichernde Arbeitsplätze.
Gerade alleinerziehende Mütter sind stark von Altersarmut bedroht. Es brauche schnellere Qualifizierungsmaßnahmen und mehr Unterstützung für Schulabgänger ohne Abschluss. Ein verpflichtendes Praktikumsjahr könnte helfen, diese Jugendlichen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Es brauche ein neues gesellschaftliches Bewusstsein, in dem jeder seinen Beitrag leistet. Man müsse den Menschen Möglichkeiten schaffen, statt sie zu etwas zu zwingen. Die Demokratieerziehung sollte gestärkt werden, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu fördern.




