Dieses Video wurde am 2. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Aus für BHS Tabletop in Schönwald markiert einen schmerzhaften Verlust für die Region. Nach fast 150 Jahren endet die Porzellanproduktion, was tiefe Spuren in der lokalen Identität hinterlässt. Die Schließung gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze und bedeutet einen weiteren Schlag für die Porzellanindustrie im Fichtelgebirge.
Die Nachricht von der Schließung des BHS Tabletop Werks in Schönwald hat die Mitarbeiter und die gesamte Region tief getroffen. Ab 2027 soll hier kein Porzellan mehr hergestellt werden, was das Ende einer fast 150-jährigen Tradition bedeutet. Das Unternehmen plant, einige Produktionsbereiche nach Weiden zu verlagern. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über die Anzahl der betroffenen 350 Arbeitsplätze laufen noch. Der Verlust wiegt schwer, da Schönwald maßgeblich die Stadt geprägt hat.
Die Schließung in Schönwald ist ein herber Schlag. Ein Stück Identität geht verloren, während die wenigen verbleibenden Hersteller im internationalen Wettbewerb stehen.
Die Auswirkungen der Schließung sind in der gesamten Region spürbar. Sollte die Produktion in Schönwald tatsächlich eingestellt werden, bleiben im Landkreis Wunsiedel wohl kaum 500 Porzellanarbeitsplätze übrig, verglichen mit einst bis zu 25.000 in den 70er und 80er Jahren. Die Menschen sind entsetzt und ratlos. Einige wenige Hersteller gibt es noch in der Region, wie die Manufaktur Dibbern in Hohenberg, die Feinebone China produziert.
Die verbliebenen Hersteller sind oft eng miteinander vernetzt und spezialisiert, vor allem im Luxussegment. Günstige Massenware kann im Fichtelgebirge nicht mehr wirtschaftlich hergestellt werden. Hauptgrund dafür sind Kostengründe, obwohl das Know-how und die Qualität vor Ort vorhanden sind. Der internationale Wettbewerb nimmt stetig zu, und viele importieren aus dem Ausland, insbesondere aus Fernost. Dibbern investiert in neue Brennöfen und verlegt sein Lager nach Hohenberg.
Trotz der Herausforderungen sind die Porzellanhersteller im Fichtelgebirge weiterhin stolz auf die Qualität ihrer Produkte. Sie sind in der Lage, hochwertiges Porzellan herzustellen. Die Region setzt weiterhin auf Tradition und Innovation, um im globalen Markt zu bestehen. Die Schließung in Schönwald ist ein Weckruf, die Bedeutung der lokalen Porzellanindustrie neu zu bewerten und zu unterstützen.




