Merz in Israel: Hoffnung auf deutsche Rüstungsgüter?

Dieses Video wurde am 7. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler Merz reist nach Israel und Jordanien. Im Fokus stehen die deutsch-israelischen Beziehungen und die Stabilisierung der Waffenruhe im Gaza-Streifen. Der Besuch soll auch Bemühungen um einen Friedensprozess unterstützen.

Friedrich Merz‘ Antrittsreise führt ihn zunächst nach Amman, wo er König Abdullah II. trifft, bevor er in Israel mit Ministerpräsident Netanyahu spricht. Sieben Monate nach seinem Amtsantritt erfolgt dieser Besuch, der lange durch den Gaza-Krieg undenkbar war. Nun, mit der Waffenruhe, sieht Merz die Chance, Gespräche zu führen und die deutsch-israelischen Beziehungen zu stärken.

Die Bundesregierung setzt auf Stabilisierung der Waffenruhe und den Beginn eines Friedensprozesses. Deutschlands Rolle wird diskutiert, insbesondere im Hinblick auf Rüstungslieferungen. Sicherheit Israels steht im Fokus.

Merz war bereits im Februar 2024 als Oppositionsführer in Israel. Jetzt wird er als Kanzler Stellung zu den jüngsten Entwicklungen beziehen, einschließlich der Kritik an Israels Vorgehen im Gaza-Krieg, die unter anderem von Außenminister Wadephul geäußert wurde. Trotz Kritik hat Deutschland die Beschränkungen für Rüstungsexporte wieder aufgehoben, woraufhin Israel auf verstärkte Lieferungen, insbesondere Panzergetriebe, hofft.

Ein weiteres Thema wird Deutschlands Rolle in einer möglichen zweiten Phase des Friedensprozesses sein. Bisher hat sich die Bundesregierung bezüglich einer Beteiligung zurückgehalten. Ob Merz Netanyahu nach Deutschland einladen wird, ist noch offen. Fest steht jedoch, dass er sich mit freigelassenen Geiseln der Hamas und Hinterbliebenen treffen wird, um seine Solidarität auszudrücken und sich ein Bild der Lage zu machen.