Dieses Video wurde am 19. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie soll Wirten helfen. Doch profitieren wirklich die Gäste? Markus Söder sieht einen Erfolg, während Kritiker zweifeln.
Ab 2026 zahlen Gastronomen nur noch 7% Mehrwertsteuer auf Speisen statt 19%. Für Wirte wie Gregor Lempke bedeutet das eine deutliche Steuerentlastung. Er plant jedoch nicht, die Preise zu senken. Vielmehr will er Preissteigerungen vermeiden, um Personalkosten und Warenkosten aufzufangen. Bundesfinanzminister Lars Klingball hingegen erwartet, dass Schnitzel günstiger werden. Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband sieht das anders: Investitionen und höhere Mitarbeiterlöhne hätten einen größeren Effekt.
Die Mehrwertsteuersenkung soll Gastronomen helfen, steigende Kosten zu kompensieren und Investitionen zu ermöglichen. Ob sie zu Preissenkungen führt, ist fraglich.
Der Münchner Gastronom Sobi Dakal hat die Preise in seinem Restaurant bereits vor der Gesetzesänderung gesenkt und teilt seine Ersparnisse mit den Gästen. Dies führt zu einer höheren Auslastung, besonders am Wochenende. Die Mehrwertsteuersenkung gibt vielen Wirten die Möglichkeit, weiterzumachen, auch wenn sie unterschiedlich damit umgehen. Die Initiative zur Gastrosteuer kam von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.
Laut BR-Korrespondent Björn Darke kann Söder nach sieben Monaten Koalition viele Projekte abhaken, darunter Mütterrente, Agrardiesel und Pendlerpauschale. Er hatte in den Koalitionsverhandlungen dafür gekämpft. Innerhalb der eigenen Partei gibt es jedoch kritische Stimmen, die bezweifeln, dass dies die wichtigsten Probleme des Landes waren. Söder feiert seine Erfolge und versucht, die Stimmung in der Koalition aufzuhellen.
Söder hat ein Interesse am Erfolg der Koalition, besonders im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen in Bayern und Landtagswahlen in anderen Bundesländern, bei denen die AfD auf Abstand gehalten werden muss. Daher wird erwartet, dass es im kommenden Jahr keine großen Querschläge aus Bayern geben wird, sondern eher eine Betonung der Erfolge der Koalition. Söders Fokus liegt darauf, die Stabilität der Regierung zu gewährleisten.




