Dieses Video wurde am 6. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die evangelische Kirche kritisiert die Flüchtlingspolitik Deutschlands scharf. Trotz laufender Hilfsaktionen für Afghanen in Pakistan wächst der Unmut über den Umgang mit schutzbedürftigen Menschen und die angebotenen finanziellen Anreize.
Die evangelische Kirche äußert Bedenken bezüglich der deutschen Flüchtlingspolitik. Aktuell befinden sich noch etwa 2000 afghanische Flüchtlinge, darunter viele Frauen und Kinder, in Pakistan. Einige von ihnen wurden bereits abgeschoben, während sie in sogenannten Safehouses auf eine Weiterreise hoffen. Deutschland bietet diesen Menschen mit unsicherem Rechtsstatus finanzielle Mittel an, um Klagen zu vermeiden und ihnen einen Neustart in Drittländern zu ermöglichen. Diese Praxis stößt auf Kritik.
Bischof Steplein betont, dass Deutschlands Verantwortung nicht mit dem Truppenabzug endet, sondern auch ein gerechtes Handeln im Nachhinein umfasst. Die Kirche unterstützt Betroffene mit Kollekten.
Christian Steplein, Bischof und Flüchtlingsbeauftragter der EKD, betont die anhaltende Verantwortung Deutschlands. Die Kirche stellt 100.000 € aus Kollekten für die Kabul-Luftbrücke bereit. Dieses Geld soll die Klageverfahren der Betroffenen unterstützen und ihre humanitäre Versorgung gewährleisten. Die Gelder werden durch Kollekte nach dem Gottesdienst eingesammelt, wobei der Spendenzweck oft in der Predigt erläutert wird.




