Dieses Video wurde am 14. Mai 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine neue Ausstellung in der französischen Botschaft erinnert an die Judenrazzia in Paris von 1941. Durch erst kürzlich wiederentdeckte Fotografien erhalten die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung ein Gesicht und ihre Würde zurück.
Am 14. Mai 1941 lockte die Polizei tausende Männer unter dem Vorwand einer Statusprüfung in eine Falle. Diese berüchtigte Razzia des grünen Scheins markierte den Beginn systematischer Deportationen im besetzten Frankreich. Der Fotograf Harry Krona dokumentierte das Geschehen im Auftrag der Gestapo, hielt jedoch die Menschlichkeit der Inhaftierten fest, statt sie bloßzustellen. Heute dienen diese Aufnahmen als mahnendes Zeugnis gegen das Vergessen und stärken die länderübergreifende europäische Erinnerungsarbeit in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen.
Die Erinnerung ist ein wesentlicher Bestandteil für unser heutiges Leben, da sie uns zeigt, wie fragil soziale Strukturen und gesellschaftlicher Frieden wirklich sind.
Die Holocaust-Überlebende Lilian Riesfeld teilt ihre schmerzhaften Erinnerungen, um künftige Generationen für die Gefahren von Ausgrenzung zu sensibilisieren. Trotz der traumatischen Erlebnisse im besetzten Paris blickt die 91-Jährige hoffnungsvoll in die Zukunft. Ihre Geschichte verdeutlicht, dass die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit keine bloße Rückschau ist, sondern eine konkrete Verantwortung für die Gegenwart darstellt. Die Ausstellung bleibt als wichtiges mahnendes Denkmal bis zum 9. Juli für die Öffentlichkeit in Berlin zugänglich.




