Heizungsgesetz: Experte fordert прагматиische Lösungen!

Dieses Video wurde am 10. Dezember 2025 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Professor Bert Oschatz plädiert für eine pragmatische Reform des Gebäudeenergiegesetzes. Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist gesunken, daher sind behutsame Anpassungen wichtiger als radikale Änderungen. Sein Fokus liegt auf der Beibehaltung der Lenkungswirkung in Richtung erneuerbare Energien, bei gleichzeitiger Minimierung bürokratischer Hürden.

Oschatz betont, dass die Akzeptanz des Gebäudeenergiegesetzes in der Bevölkerung gelitten hat. Er schlägt vor, den Fokus auf die Vereinfachung der Rahmenbedingungen zu legen, anstatt inhaltliche Änderungen vorzunehmen. Viele kleinteilige, technische Nebenanforderungen könnten problemlos gestrichen werden. Eine weitere Verschärfung der Anforderungen im Neubau hält er aus politischer Sicht für unklug. Stattdessen sollte die EU-Forderung mit möglichst geringen Auswirkungen auf das Anforderungsniveau umgesetzt werden. Derzeitige bürokratische Rahmenbedingungen erschweren die Akzeptanz.

Es geht darum, die Lenkungswirkung in Richtung erneuerbarer Energien beizubehalten, ohne die Bürger durch übermäßige Detailregulierung zu verunsichern. Klimapolitische Ziele dürfen nicht aus dem Blick geraten.

Beim Heizungsgesetz, dessen Abschaffung im Koalitionsvertrag vereinbart wurde, sieht Oschatz einen anderen Ansatz. Er betont, dass das Gesetz langsam beginnt, die klimapolitisch gewünschte Wirkung zu entfalten. Daher wäre es sinnvoll, die Lenkungswirkung beizubehalten, ohne zu viele Details zu ändern. Obwohl der Klimaschutz in der öffentlichen Wahrnehmung etwas in den Hintergrund gerückt ist, darf das Ziel, von fossilen Energieträgern wegzukommen, nicht vernachlässigt werden. Der Umstieg auf Wärmepumpen gestaltet sich positiv.

Oschatz räumt ein, dass nicht jedes Gebäude technisch für eine Wärmepumpe geeignet ist und dass es noch Probleme mit dem Gaspreis gibt. Allerdings entwickeln sich Wärmepumpen technisch weiter, sodass auch höhere Vorlauftemperaturen realisiert werden können. Zudem sinken die Preise, was die Akzeptanz erhöht. Auch das Handwerk hat sich durch Schulungen an die neuen Anforderungen gewöhnt. Wärmenetze entwickeln sich langsamer, da die Planungsprozesse komplexer sind. Klimapolitisch gibt es aber keine Alternative.

Neubauten sind in der Regel kein Problem, da dort bereits eine Entwicklung in Richtung Wärmepumpen stattfindet. Im Gebäudebestand ist es oft schwieriger. Hier könnten hybride Systeme, insbesondere bei größeren Gebäuden, vorteilhaft sein. Biogene Energieträger könnten in Zukunft auch eine Rolle spielen, insbesondere für kritische Fälle und Problemgebäude. Hier kann die Politik nochmal nachsteuern und Anreize setzen. Investitionssicherheit ist wichtig.