Dieses Video wurde am 12. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Professor Jäger analysiert die festgefahrenen Friedensverhandlungen. Er sieht wenig Hoffnung, solange sich die Positionen nicht ändern und die USA sich nicht stärker engagieren.
Laut Jäger gleicht der neue Friedensplan einem alten, nur mit geringfügigen Änderungen. Kernprobleme wie die territoriale Grenzziehung und Sicherheitsgarantien bleiben ungelöst. Moskau wiederholt seine Forderungen und die USA zeigen wenig Interesse an einer aktiven Rolle. Dies führt zu einer Pattsituation, die wahrscheinlich keine Fortschritte bringen wird. Die fehlende Bereitschaft der USA, sich zu engagieren, ist ein wesentlicher Faktor für das Scheitern der Gespräche.
Die Friedensgespräche drehen sich im Kreis, da Russland an alten Forderungen festhält und die USA kein Engagement zeigen. Es fehlt an Kompromissbereitschaft.
Die EU-Mitgliedschaft der Ukraine ist ein weiterer strittiger Punkt. Russland hat dies bisher akzeptiert, könnte aber seine Forderungen verschärfen, so Jäger. Ungarn blockiert den Beitrittsprozess, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Bisher galt die EU-Mitgliedschaft als Trostpreis, wenn die Ukraine auf die NATO-Mitgliedschaft verzichtet. Ob Russland eine EU-Mitgliedschaft akzeptiert, hängt von seiner strategischen Kalkulation ab. Eine Option wäre, die Ukraine in einem Staatenbündnis zu sehen, die andere, durch eine spätere Übernahme selbst Einfluss in der EU zu gewinnen.
Jäger sieht wenig Aussicht auf Erfolg bei den Friedensverhandlungen. Bestenfalls könnten die Europäer sich einigen und einen Streit mit den USA vermeiden. Trump hingegen drängt auf eine schnelle Lösung, was ihn anfällig für russische Forderungen macht. Ein Kompromiss bei der territorialen Teilung ist jedoch kaum möglich. Selbst bei Sonderwirtschaftszonen bleibt die Frage, wer die Sicherheit garantiert und verhindert, dass dort russische Truppen stationiert werden. Es fehlt an Akteuren, die bereit sind, bei Vertragsverletzungen militärisch einzugreifen.




