Dieses Video wurde am 22. März 2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach dem verheerenden Wahlergebnis in Rheinland-Pfalz stellt sich die FDP den Fragen nach den Ursachen. Daniela Schmidt, die Spitzenkandidatin, spricht offen über Fehler im Wahlkampf und die bundespolitische Lage. Kann die Partei aus dieser Niederlage lernen?
Daniela Schmidt, die Spitzenkandidatin der FDP in Rheinland-Pfalz, äußert sich enttäuscht über das Wahlergebnis. Nach 15 Regierungsbeteiligungen in der Vergangenheit verpasst die FDP nun den Einzug in den Landtag. Schmidt betont, dass die Liberalen Rheinland-Pfalz stets stärker und innovativer gemacht hätten und vermisst nun die „Stimme der Freiheit“ im Parlament. Die Wahlniederlage sei ein bitterer Abend für die Partei. Es gilt, die Ursachen zu analysieren und daraus zu lernen.
„Ein Parlament ohne Liberale ist ein Makel. Die Stimme der Freiheit aus der demokratischen Mitte wird gebraucht.“ – Daniela Schmidt zur Bedeutung der FDP, die nun Aufbauarbeit leisten muss.
Schmidt räumt ein, dass die FDP möglicherweise zu wenig von ihrer Regierungsbeteiligung in der Ampelkoalition profitieren konnte. Es sei wichtig gewesen, einen konstruktiven Regierungsstil zu pflegen, aber möglicherweise wurde die eigene Leistung zu wenig hervorgehoben. Die schwierige Ausgangslage, geprägt vom Ampel-Aus im Bund, habe die Partei zusätzlich belastet. Hinzu kam eine starke Polarisierung im Wahlkampf, die kleinere Parteien benachteiligte. Nun müsse Aufbauarbeit geleistet werden, insbesondere auf kommunaler Ebene.
Die Aufarbeitung des Ampel-Aus im Bund sei zu langsam erfolgt, kritisiert Schmidt. Die FDP habe es versäumt, zügig liberale Antworten auf aktuelle Fragen zu finden und diese zu kommunizieren. Stattdessen habe zu viel Selbstbeschäftigung stattgefunden. Nach den Verlusten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz müsse nun ein Umsteuern erfolgen. Schmidt betont jedoch, dass es wichtiger sei, an den Inhalten zu arbeiten, als immer wieder Köpfe auszutauschen. Politik sei ein Handwerk, das beherrscht werden müsse.
Auf die Frage nach der Verantwortung des Parteichefs Christian Lindner betont Schmidt die Bedeutung der inhaltlichen Arbeit. Es sei ein Trugschluss zu glauben, dass ein Austausch von Köpfen die Probleme lösen könne. Stattdessen müsse die FDP ihre liberale Stimme erheben und klare Antworten auf die Fragen der Zeit geben. In Deutschland fehle derzeit eine deutliche liberale Positionierung, die es nun zu schärfen gelte.




