Ukraine-Hilfe: EU ringt um russische Gelder

Dieses Video wurde am 18. Dezember 2025 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim EU-Gipfel in Brüssel steht die Finanzierung der Ukraine im Fokus. Können eingefrorene russische Gelder genutzt werden? Die Mitgliedsstaaten suchen nach einem Kompromiss in schwierigen Verhandlungen.

Der EU-Gipfel in Brüssel gestaltet sich zäh. Im Zentrum steht die Frage, wie die Ukraine weiterhin finanziell unterstützt werden kann. Eine Option ist die Nutzung eingefrorener russischer Staatsgelder, doch hier gibt es erhebliche Bedenken. Der ukrainische Präsident Selenski war persönlich vor Ort, um für seine Sache zu werben. Die Entscheidung über die Finanzierung der Ukraine wurde auf den Abend vertagt, was die Komplexität der Materie unterstreicht. Es wird nach Wegen gesucht, die Ukraine nicht im Stich zu lassen, aber rechtliche Risiken müssen beachtet werden.

Die EU muss eine Lösung finden, um die Ukraine finanziell zu unterstützen. Die Nutzung russischer Gelder ist riskant, aber die Lage erfordert dringendes Handeln.

Neben der Ukraine-Finanzierung beschäftigt die Staats- und Regierungschefs auch das Mercosur-Abkommen. Frankreich und Italien haben Bedenken angemeldet, sodass die geplante Unterzeichnung am Wochenende in Brasilien fraglich ist. Bauernproteste in Brüssel unterstreichen die agrarpolitischen Spannungen. Die deutsche Regierung signalisiert unterdessen Bereitschaft, in Deutschland liegende russische Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn auch in begrenztem Umfang. Dies zeigt die komplexe Gemengelage bei diesem Gipfel.

Die EU steht vor der Herausforderung, einerseits die Ukraine zu unterstützen und andererseits die eigenen finanziellen Spielräume zu berücksichtigen. Die Aufnahme gemeinsamer Schulden wäre eine weitere Option, stößt aber auf Widerstand einiger Mitgliedstaaten, darunter Ungarn. Der EU-Verteidigungskommissar Kubilius mahnt zu einer rationalen Reaktion auf russische Drohungen. Die baltischen Staaten sind ständige Bedrohungen aus Moskau gewöhnt und fordern eine klare Haltung. Die Suche nach einer gemeinsamen Linie gestaltet sich schwierig.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der EU-Gipfel in Brüssel von intensiven Verhandlungen geprägt ist. Die Finanzierung der Ukraine, das Mercosur-Abkommen und die Reaktion auf russische Drohungen sind zentrale Themen. Die Mitgliedstaaten ringen um Kompromisse, um die europäische Einheit zu wahren und die Herausforderungen zu bewältigen. Ein schnelles Ende des Gipfels ist derzeit nicht in Sicht.