Dieses Video wurde am 14. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Thomas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger, kritisiert Deutschlands Energiepolitik scharf. Er sieht im Atomausstieg einen ideologisch getriebenen Fehler, der die Deindustrialisierung vorantreibt. Die aktuelle Politik sei technikfeindlich und unverständlich.
Schulz lobt Polens Investition in Atomkraft und betont Bilfingers Engagement sowohl im Bau als auch im Rückbau von Atomkraftwerken. Er kritisiert, dass Deutschland als einzige Industrienation so negativ zur Atomenergie stehe. Dies sei weder technisch noch ökologisch begründbar, sondern rein politisch motiviert. Frankreich setze seit Jahrzehnten auf Atomkraft, Polen baue neu, und Deutschland schalte ab – ein Widerspruch in Zeiten hoher Energiepreise.
Deutschlands Atomausstieg ist ein ideologischer Irrweg, der zu höheren Energiepreisen und Abhängigkeit von Nachbarländern führt. Es braucht einen Energiemix!
Schulz weist darauf hin, dass Deutschland in Zeiten des Energiebedarfs CO₂-arme Energiequellen abgeschaltet und durch Kohle ersetzt habe. Im Ausland herrsche Unverständnis über diese Politik. Viele europäische Länder wie Frankreich, Tschechien, Rumänien und sogar Dänemark investierten in Atomkraft, während Deutschland fadenscheinige Argumente gegen die Kernenergie vorbringe. Die Politik der Grünen, auf eine weltweite Nachahmung zu hoffen, sei gescheitert.
Bezüglich der Kostenfrage betont Schulz die Naivität zu glauben, dass erneuerbare Energien allein eine Industrienation versorgen könnten. Wind- und Solarenergie seien wichtig, aber ein diversifizierter Energiemix sei unerlässlich. Er sieht in der politisch getriebenen Deindustrialisierung Deutschlands eine Gefahr. Es brauche einen technologieoffenen Ansatz, der auch moderne Nukleartechnik berücksichtigt.




