Dieses Video wurde am 5. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Biber breitet sich in Bayern aus, und mit ihm wächst der Unmut. Landwirte klagen über vernässte Felder, während Naturschützer die ökologische Bedeutung des Nagers hervorheben. Es droht ein Konflikt um den richtigen Umgang mit dem Biber.
In Schächen bei Rosenheim staut eine Biberfamilie ein Gewässer auf, was zu Problemen für die Landwirtschaft führt. Die Entwässerung der Felder ist beeinträchtigt, und die Landwirte sehen ihre Existenz bedroht. Zudem gefährden Biberbauten die Stabilität von Wegen und Bahntrassen. Das Landratsamt schließt sogar eine Gefahr für Leib und Leben nicht aus und genehmigt die eigentlich verbotene Dammentfernung, doch der Erfolg ist oft nur von kurzer Dauer. Die Frage ist, wie man mit den wachsenden Biberpopulationen umgehen soll.
Der Biber verändert Landschaften massiv. Es ist wichtig, eine Balance zwischen Naturschutz und den Interessen der Landwirtschaft zu finden. Pauschale Forderungen nach Abschuss sind keine Lösung. Dialog ist gefragt!
Berit Arend, Bibermanagerin für Nordbayern, betont die einzigartige Lebensweise der Biber und ihre Fähigkeit, Landschaften massiv zu verändern. Sie plädiert für einen differenzierten Umgang mit den Tieren und bietet ihre Hilfe bei der Lösung von Konflikten an. Dennoch stoßen ihre Argumente nicht überall auf Zustimmung. Forderungen nach mehr Abschuss werden laut, unterstützt von Politikern wie Hubert Aiwanger. Die Fronten scheinen verhärtet, und eine einvernehmliche Lösung ist nicht in Sicht.
Franz Heinzel aus Schächen hat bereits mehrfach Dämme entfernt, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg. Der Biber baut die Dämme immer wieder neu. Georg Hundhammer kennt das Problem nur zu gut. Er kämpft mit den Auswirkungen der Biberbauten auf seine Flächen. Er wünscht sich ein Gleichgewicht, bei dem sowohl die Natur als auch die Landwirtschaft berücksichtigt werden. Die Forderung nach einer jaglichen Bejagung wird immer lauter, um die Biberpopulation zu kontrollieren und Schäden zu minimieren.




