Dieses Video wurde am 1. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Aids-Epidemie der 80er Jahre forderte unzählige Opfer. Ein neues Medikament brachte Hoffnung, doch Rückschläge mahnen zur Wachsamkeit. Der Artikel beleuchtet die Situation in Deutschland und die weltweiten Bemühungen.
In den 1980er Jahren veränderte eine neue Krankheit die queere Szene: Aids. In Deutschland starben seit Beginn der Epidemie bis heute 34.000 Menschen. Hans Jäger, Arzt im Schwabinger Krankenhaus, behandelte in den 80ern als einer der ersten Ärzte in München Aidskranke. Für ihn war es direkt therapeutisch, wenn er die Patienten ohne Angst berührte. Zu Beginn gab es kein Medikament, Jäger behandelte lediglich die Symptome der HIV-Infektion.
Die Bedingungen waren damals schwierig. Jäger erinnert sich an einen kleinen Raum mit Schreibtisch, Telefon und Untersuchungsbett. Selbst im Krankenhaus gab es Vorurteile. 1986 berichtete Jäger im Fernsehen von Krankenschwestern, die sich aus Angst vor Ansteckung weigerten, das Tablett in das Zimmer zu bringen und ihre Familie zu gefährden. Dies verdeutlicht die gesellschaftliche Stigmatisierung der Krankheit in dieser Zeit.
Trotz Fortschritten bleibt Aids eine Herausforderung. Wachsamkeit und Solidarität sind entscheidend, um Rückschläge zu vermeiden und Betroffenen weiterhin zu helfen.
1996 kam die dreifache Kombinationstherapie auf den Markt. Ein Wendepunkt, erinnert sich ein Betroffener: Sein Ex-Freund, schwer krank, erhielt die Therapie und es ging ihm relativ gut danach. Heute ist ein Leben mit HIV möglich. HIV-Positive nehmen täglich eine Tablette oder bekommen monatlich eine Spritze. Freddy Mercury verließ München 1985 und machte seine Aidsdiagnose einen Tag vor seinem Tod öffentlich. Er starb im November 1991.




