Polizei warnt vor Krawalltourismus

Dieses Video wurde am 1. November 2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach Ausschreitungen bei Demonstrationen warnt die Gewerkschaft der Polizei vor einem besorgniserregenden Krawalltourismus in deutschen Großstädten. Die Hemmschwelle für Gewalt gegen Einsatzkräfte sei deutlich gesunken.

Im Rahmen aktueller Sicherheitsanalysen hat der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Berlin, Stephan Weh, über die jüngsten Einsatzerfahrungen gesprochen. Während Berlin weitgehend friedlich blieb, kam es in anderen Städten wie Frankfurt am Main zu massiven Gewaltexzessen. Dabei wurden friedliche Proteste gezielt von gewaltbereiten Gruppen und Krawallmachern ausgenutzt, um Straftaten zu begehen und Einsatzkräfte anzugreifen.

Die Hemmschwelle gegenüber Einsatzkräften ist drastisch gesunken. Wir müssen hier konsequent und hart am Gesetz agieren.

Die Ermittler registrieren zunehmend phänomenologische Parallelen zu internationalen Eskalationen, auch wenn die Lage in Deutschland spezifische Herausforderungen aufweist. Vor allem die Kombination aus anonymer Masse und gezielten Angriffen stellt die Sicherheitsbehörden vor neue organisatorische Aufgaben. Eine Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen wird von Experten daher als dringlich erachtet, um die öffentliche Sicherheit nachhaltig zu gewährleisten.