Merz und Takaichi stärken Wirtschaftsresilienz

Dieses Video wurde am 28. Oktober 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler Friedrich Merz und Japans Premierministerin Sanae Takaichi haben bei einem Treffen tiefe Besorgnis über wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen geäußert. Im Zentrum der Gespräche standen die Verringerung einseitiger Abhängigkeiten und die strategische Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen.

Angesichts internationaler Handelsspannungen gewinnt das Thema wirtschaftliche Sicherheit massiv an Bedeutung. Beide Staaten betonen, dass eine engere Kooperation bei neuen Technologien und Lieferketten unerlässlich ist. Insbesondere die Vermeidung von Exportbeschränkungen für seltene Erden steht im Fokus der Bemühungen. Deutschland orientiert sich dabei an den europäischen Vorgaben, die eine deutliche Diversifizierung der Rohstoffimporte bis zum Jahr 2030 vorsehen, um die eigene Resilienz gegenüber äußeren politischen Einflüssen nachhaltig zu sichern.

Durch strategisches Derisking und den Aufbau neuer Partnerschaften stärken Deutschland und Japan gemeinsam ihre wirtschaftliche Widerstandskraft.

Neben den Handelsfragen verständigten sich die Regierungschefs auf eine engere Zusammenarbeit in der Cyberabwehr. Die globale Sicherheitslage erfordert nach Ansicht beider Seiten ein geschlossenes Vorgehen gegen hybride Bedrohungen. Zudem bekräftigten die Politiker ihre gemeinsame Position zu Frieden und Stabilität in der sensiblen Taiwanstraße. Das Treffen unterstreicht die Entschlossenheit beider Nationen, liberale Demokratien im indopazifischen Raum und in Europa durch gemeinsame politische Initiativen wirksam zu schützen.