Dieses Video wurde am 21. Mai 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Vor den anstehenden Parlamentswahlen in Armenien gerät das Land zunehmend in das Visier einer großangelegten russischen Desinformationskampagne. Pro-Kreml-Akteure verbreiten gezielte Falschmeldungen, um die Stimmung zu manipulieren und Premierminister Nikol Paschinjan zu diskreditieren. Diese hybride Bedrohung verdeutlicht die geopolitischen Spannungen in der gesamten Kaukasus-Region.
Die manipulativen Kampagnen, orchestriert durch das berüchtigte Matrioska-Netzwerk, nutzen gefälschte Medienberichte, um Angst vor einem militärischen Konflikt zu schüren. Unter anderem verbreiteten die Akteure gezielte Falschmeldungen über ein vermeintliches Geheimabkommen zwischen Paschinjan und dem französischen Präsidenten Macron. Ziel dieser Propaganda ist es, die Bevölkerung vor dem Urnengang massiv zu verunsichern. Experten warnen, dass diese konzertierten Angriffe die demokratischen Prozesse des Landes destabilisieren sollen, während sich Armenien politisch immer weiter in Richtung der Europäischen Union bewegt.
Russlands gezielte Einflussnahme zielt darauf ab, Armeniens demokratischen Kurs zu torpedieren und die europäische Annäherung mit Desinformation zu blockieren.
Der Hintergrund dieser Angriffe liegt in der zunehmenden Annäherung des Landes an den Westen. Jüngst startete Armenien den EU-Beitrittsprozess, was im Kreml auf scharfe Ablehnung stößt. Russlands Präsident Wladimir Putin zog bereits offene Vergleiche zur Ukraine und drohte indirekt mit ähnlichen Konsequenzen. Analysten betonen, dass das Ausmaß dieser Desinformationskampagne zu den größten der letzten Jahre gehört. Die gezielte Streuung hunderter manipulierter Videos zeigt, wie intensiv Moskau versucht, die geopolitische Orientierung in seiner direkten Nachbarschaft zu beeinflussen.




