Dieses Video wurde am 21. Mai 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Während die Zahl der Asylsuchenden europaweit kontinuierlich sinkt, verzeichnen die Behörden einen signifikanten Anstieg bei den Rückführungen. Ein aktueller EU-Bericht offenbart nun, welche Mitgliedstaaten bei den Abschiebungen im europäischen Vergleich die Spitzenplätze belegen. Diese Entwicklung verschärft die Debatte über eine effektivere Migrationspolitik innerhalb der Union drastisch.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Europäische Union rund eine halbe Million Rückführungsanordnungen – den höchsten Wert seit 2019. Davon wurden letztlich 155.000 Abschiebungen tatsächlich vollzogen, was einem neuen Höchststand seit Pandemiebeginn entspricht. Vor allem Staatsbürger aus der Türkei, Georgien und Syrien waren von diesen Maßnahmen betroffen. Im Ländervergleich führte Deutschland die Statistik der vollzogenen Rückführungen an, dicht gefolgt von Frankreich und Schweden, was die dortigen verschärften Gesetzgebungsverfahren und den steigenden politischen Druck widerspiegelt.
Trotz sinkender Asylzahlen verschärfen die EU-Staaten ihre abschreckende Migrationspolitik durch eine konsequente Erhöhung der tatsächlichen Abschiebungen.
Zusätzlich zu den Abschiebungen im Inland greifen an den Außengrenzen immer schärfere Kontrollen. Rund 133.000 Menschen wurden direkt an den Grenzen abgewiesen, da sie die rechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllten. Laut Eurostat-Daten verfügten knapp 30 Prozent der Betroffenen über keine gültige Aufenthaltserlaubnis, während ein erheblicher Teil bereits die zulässige Aufenthaltsdauer überschritten hatte oder mit einer aktiven Einreisesperre belegt war. Diese strikten Maßnahmen verdeutlichen die zunehmende Sicherung der europäischen Außengrenzen im Zuge der anhaltenden Asyldebatte.




