Dieses Video wurde am 2. Mai 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die prekäre Wirtschaftslage in Kolumbien treibt viele ehemalige Soldaten in den gefährlichen Ukraine-Krieg. Angelockt durch hohe Soldversprechungen, suchen sie oft nach einem Ausweg aus der Armut. Die Realität an der Front steht jedoch oft in krassem Gegensatz zu den finanziellen Hoffnungen der ausländischen Kämpfer.
Für Männer wie Pablo Puentes war der Dienst an der Waffe die einzige Chance, ein Eigenheim zu finanzieren. In Kolumbien sind die beruflichen Perspektiven oft düster, weshalb der Ruf des Militärs als lukratives Exportgut gilt. Experten weisen darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte gezielt erfahrene Kämpfer anwerben, die sich durch ihre Ausbildung in der Heimat qualifizieren. Doch der Traum vom schnellen Reichtum endet für viele in russischer Gefangenschaft oder gar dem tragischen Tod fernab der Heimat.
Die hohen Soldversprechen in der Ukraine wirken wie ein Magnet auf kolumbianische Soldaten, die zu Hause oft keine wirtschaftliche Perspektive mehr sehen.
Menschenrechtsaktivisten warnen vor der Romantisierung dieses gefährlichen Geschäftsmodells. Zwar genießen kolumbianische Soldaten international einen hervorragenden Ruf, doch die harte Realität des modernen Stellungskrieges überfordert oft selbst erfahrene Veteranen. Viele Familien bleiben in ungewisser Angst zurück, während ihre Angehörigen als ausländische Kämpfer völkerrechtlich oft in einer gefährlichen Grauzone operieren. Das Schicksal der inhaftierten Söldner verdeutlicht letztlich das immense Risiko dieses lebensgefährlichen Einsatzes für Geld und eine vermeintlich bessere Zukunft.




