Spanien-Migration: Mythen zur EU-Freizügigkeit

Dieses Video wurde am 28. April 2026 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die spanische Regierung plant eine großangelegte Legalisierung irregulärer Migranten, um den nationalen Arbeitsmarkt zu stärken. Trotz hitziger Debatten bedeutet dies jedoch keine automatische EU-weite Niederlassungsfreiheit, wie oft fälschlicherweise behauptet wird.

Das Kabinett unter Pedro Sánchez verfolgt das Ziel, hunderttausenden Menschen einen legalen Status zu gewähren. Dies soll vor allem die Schattenwirtschaft bekämpfen und die Sozialkassen des alternden Landes entlasten. Entgegen rechtspopulistischer Behauptungen aus dem Ausland erhalten die Betroffenen jedoch keine Staatsbürgerschaft, sondern lediglich eine befristete Arbeitserlaubnis. Diese Maßnahme ist an strikte Auflagen gebunden und dient primär der wirtschaftlichen Integration innerhalb Spaniens, ohne sofortige dauerhafte Ansprüche in anderen EU-Mitgliedstaaten zu generieren.

Eine Arbeitserlaubnis in Spanien gewährt kein automatisches Wohnrecht in anderen EU-Staaten, sondern erlaubt lediglich kurzzeitige Reisen ohne Arbeitsaufnahme.

Politische Akteure verbreiten oft die Desinformation, dass diese Menschen sofort in andere Sozialsysteme einwandern könnten. In der Realität bleiben die Migranten jedoch dem spanischen Sozialversicherungssystem unterstellt. Reisen innerhalb des Schengen-Raums sind zwar für maximal 90 Tage möglich, doch eine dauerhafte Ansiedlung erfordert separate nationale Genehmigungsverfahren. Die Souveränität der Mitgliedstaaten bleibt bei der Vergabe von Aufenthaltsrechten somit unangetastet und rechtlich geschützt, was internationalen Experten zufolge oft missverstanden wird.