Dieses Video wurde am 21. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Deutschland im Visier? Eine Welle von Drohnen-Sichtungen über kritischer Infrastruktur und Militäranlagen beunruhigt. Reporter decken nun verdächtige Schiffsaktivitäten auf.
Die Zahl der Drohnenvorfälle in Deutschland hat in diesem Jahr sprunghaft zugenommen. Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen, und Drohnen wurden über militärischen Anlagen gesichtet. Schnell kam der Verdacht auf, dass Russland dahinterstecken könnte. Eine Recherche hat nun versucht, das Muster hinter den Vorfällen zu entschlüsseln und ist dabei auf ungewöhnliche Schiffsbewegungen in Nord- und Ostsee gestoßen. Die Spur führt zu einem Frachter unter karibischer Flagge mit undurchsichtigen Aktivitäten.
Die zeitliche Nähe von Schiffsaktivitäten vor der Küste und Drohnenüberflügen deutet auf einen Zusammenhang hin. Die wahrscheinlichste Spur führt aktuell nach Russland.
Navigationsdaten zeigen ungewöhnliche Bewegungen des Frachters ‚Haftdolfin‘ auf offener See, ohne Ladung. Im gleichen Zeitraum gab es Drohnensichtungen an der deutschen Ostseeküste, in der Nähe von Militärstützpunkten und kritischer Infrastruktur. Aus geheimen Lageberichten geht hervor, dass Drohnen im Bereich von Rüstungsbetrieben am Kieler Ostufer gesichtet wurden, teilweise aus dem Bereich der Ostsee kommend. Es gibt Hinweise, dass einige Überflüge gezielt militärisch relevante Informationen sammeln sollen. Die Häufigkeit der Vorfälle ist alarmierend.
Die ‚Haftdolfin‘ gehört einer norwegischen Räderei, war aber häufig in Kaliningrad zur Wartung. Aktuelle Fahrruten zeigen das Schiff anfang Dezember vor der Nordseeküste. Ein Überflug über den Frachter enthüllt ein 88 Meter langes Schiff mit offener Ladeluke. Deutsche Sicherheitskreise bestätigen, dass sich ausschließlich russische Seeleute an Bord befinden. Obwohl bei Kontrollen keine Drohnen gefunden wurden, bietet das Schiff viele Versteckmöglichkeiten. Es wird vermutet, dass die Untersuchungen die Crew sensibilisiert haben.
Die Bundesregierung reagiert auf die jüngsten Drohnensichtungen. Innenminister Alexander Dobrint stellte eine neue Spezialeinheit im Kampf gegen feindliche Drohnen vor. Allein für Abwehrmaßnahmen an Flughäfen investiert die Bundesregierung 100 Millionen Euro. Die Koalitionsverhandlungen könnten durch diese neuen Bedrohungsszenarien beeinflusst werden. Die Gesetzgebungsverfahren werden angepasst.




