Ukraine-Hilfe: EU ringt sich zu Milliardenkredit durch

Dieses Video wurde am 19. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Ukraine stand kurz vor dem Staatsbankrott, doch die EU eilt zur Hilfe. Mit einem milliardenschweren Kredit soll das Land vor dem finanziellen Kollaps bewahrt und die Verteidigungsfähigkeit gesichert werden. Eine Einigung, die jedoch nicht ohne Kontroversen zustande kam.

Das Szenario war alarmierend: Ein drohender Staatsbankrott hätte die Ukraine, die sich seit Jahren gegen russische Angriffe wehrt, in eine ausweglose Lage gebracht. In Brüssel war man sich der dramatischen Konsequenzen bewusst, doch die Einigung auf eine finanzielle Unterstützung gestaltete sich schwierig. Am Ende stimmten 24 von 27 EU-Staaten einem zinslosen Darlehen in Höhe von 90 Milliarden Euro zu. Die Rückzahlung soll erst nach russischen Reparationszahlungen erfolgen.

Bundeskanzler März lobt die Einigung als Demonstration europäischer Souveränität. Die Unterstützung der Ukraine sei ein Zeichen, dass Europa die Stunde der Not erkannt hat. (163 Zeichen)

Tschechien, die Slowakei und Ungarn verweigerten der Ukraine ihre Unterstützung. Sie sehen in dem Kredit ein verlorenes Unterfangen, da die Ukraine das Geld ihrer Ansicht nach niemals zurückzahlen könne. Bundeskanzler März plant, im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der Ukraine auf eingefrorene russische Vermögenswerte in europäischen Banken zurückzugreifen. Dieses Vorhaben ist jedoch umstritten, da einige EU-Staaten die Risiken scheuen.

Der Kremmel reagierte prompt auf die Pläne. Putin bezeichnete das Vorgehen von März und anderen Regierungschefs als „Raub“ und drohte mit ernsten Konsequenzen. Maria Fedorova berichtet aus Kiew von großer Erleichterung über die beschlossenen Hilfen. Diese werden dringend benötigt, um das Funktionieren des Staates und die Verteidigung zu finanzieren. Der ukrainische Haushalt ist mit einem erheblichen Defizit verabschiedet worden.

Die 90 Milliarden Euro sind für einen Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen. Allerdings decken sie nicht den gesamten Bedarf der Ukraine. Die EU schätzt, dass das Land in den kommenden zwei Jahren rund 135 Milliarden Euro benötigt, um wehrhaft zu bleiben. Die USA haben ihre Hilfen reduziert, daher ist die EU-Unterstützung umso wichtiger. In der Ukraine herrscht Einigkeit darüber, dass die eingefrorenen russischen Vermögenswerte für den Wiederaufbau des Landes verwendet werden sollen.