Dieses Video wurde am 16. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das deutsche Verteidigungsministerium freut sich über den neuen Sea Tiger-Hubschrauber für die Marine. Doch währenddessen sorgt ein ukrainischer Angriff auf ein russisches U-Boot für Aufsehen und Überraschung.
Im Bendlerblock in Berlin wird der neueste Hubschrauber, der Sea Tiger, feierlich an die Marine übergeben. Insgesamt wurden 30 dieser Hubschrauber beschafft, die künftig bei den Marinefliegern in Nordholz stationiert sein werden. Militärexperte Gido Schwitzke erklärt, dass der Sea Tiger den Bordhubschrauber vom Typ Sea Lynx ersetzen soll und die U-Bootjagd und Überwasserseekriegsführung in eine neue Dimension führen wird. Er ist mit modernen Überwachungsradaren ausgestattet und schwer bewaffnet, unter anderem mit einem Seezielflugkörper.
Der Sea Tiger kann auf allen Weltmeeren eingesetzt werden und soll die Seekriegsführung auf den neuesten Stand bringen. Die aktuellen Sea Lynx Hubschrauber sind seit Anfang der 80er Jahre im Einsatz und nicht mehr zeitgemäß. Der neue Hubschrauber ist mit modernsten Systemen ausgestattet und kann ein komplettes Lagebild des Seegebiets erstellen sowie gegnerische Schiffe und U-Boote aufklären. Die Lackierung ist speziell für den Einsatz über See angepasst. Ein Hubschrauber kostet rund 90 Millionen Euro, das gesamte Beschaffungsprojekt 2,85 Milliarden Euro und umfasst 30 Stück, wobei einer an die Wehrtechnische Dienststelle geht. Die Anzahl basiert auf der geplanten Anzahl von 15 Fregatten.
Der Sea Tiger bringt die Seekriegsführung auf den neuesten Stand und ist mit modernster Technik ausgestattet. Die Beschaffung ist eine Reaktion auf die veränderten Sicherheitslagen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius wird sich im Laufe des Tages nochmals zu dem Thema äußern. Ein Vorfall in Noworossijsk, bei dem die Ukraine ein russisches U-Boot angegriffen haben soll, sorgte für Aufsehen. Während die Ukrainer den Angriff bestätigen, dementieren die Russen Schäden. Experte Schwitzke ist von dem Angriff nicht überrascht, da die Ukraine bereits 2023 angekündigt hat, an autonomen Unterwassersystemen zu arbeiten. Diese Systeme, wie die Marischka, könnten eine Reichweite von 1000 km haben und sind mit den modernen Überwasserdrohnen technisch ebenbürtig.
Es bleibt die Frage, wie die ukrainischen Systeme in den Hafen gelangen konnten, da dieser normalerweise durch Netze geschützt ist. Schwitzke vermutet, dass die russische Marine nun nervös ist, da sie nicht mit Angriffen unter Wasser gerechnet hat. Der Vorfall ist beachtlich und zeigt die wachsenden Fähigkeiten der Ukraine im Bereich der unbemannten Systeme. Boris Pistorius erfreut sich großer Beliebtheit und setzt sich dafür ein, dass die Bundeswehr mit den notwendigen Systemen ausgestattet wird.




