Dieses Video wurde am 16. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach dem Anschlag in Sydney wächst die Angst vor Terror. Ein Experte warnt vor einer globalen Ausbreitung des IS und einer erhöhten Anschlagsgefahr auch in Deutschland. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert.
Die Attentäter von Sydney, Vater und Sohn, handelten offenbar im Namen des IS. Premier Erb betonte die deutliche Prägung der Tat durch die IS-Ideologie. Im Fahrzeug der Täter wurden IS-Flaggen gefunden. Nach dem Anschlag auf eine jüdische Feier in Sydney mit 15 Toten, werden die australischen Waffengesetze überarbeitet. Auch in Deutschland wächst die Sorge vor weiteren Angriffen. Der Geheimdienst Mossad warnte vor weltweiten Aktionen durch Iraner und Palästinenser, was die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt.
Die Terrorgefahr bleibt abstrakt hoch, konkret sind keine Anschläge geplant. Jedoch versuchen Terrornetzwerke ihre Narrative in die deutschen sozialen Medien zu spülen und Anhänger zu Aktionen aufzurufen.
Terrorismusexperte Hans Jakob Schindler sieht eine anhaltende Bedrohungslage. Trotz der Bekämpfung des IS im Irak und Syrien hat sich die Organisation rasant ausgebreitet. Sie unterhält weiterhin ein internationales Netzwerk und ist besonders in Afrika präsent. Online wird das Narrativ verbreitet, dass Islamisten auf der Siegerstraße sind, während sich der Westen zurückzieht. Der Terrorismus ist nicht weniger geworden, sondern hat sich lediglich verlagert.
Schindler betont, dass die Sicherheitsbehörden genauer hinschauen müssen. Im Fall des Attentäters von Sydney gab es bereits 2019 Hinweise auf Kontakte zum IS. Die Propaganda wird über verschiedene Kanäle in die Bevölkerung gestreut. Es gibt eine große Anzahl islamistischer Gefährder in Europa, was eine große Herausforderung für die Behörden darstellt. Die sozialen Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung von radikalem Gedankengut.
Schindler fordert eine neue rechtliche Grundlage für die deutschen Sicherheitsbehörden und eine stärkere Verpflichtung der sozialen Medienplattformen zur Zusammenarbeit. Viele Terroranschläge hatten ein starkes Online-Element, ohne dass die Plattformen im Vorfeld warnten. Die aktuellen vereitelten Anschläge in Dingolfing und Magdeburg zeigen, dass die Behörden wachsam sind, aber die Gefahr bleibt bestehen. Es bedarf eines umfassenden Ansatzes, um die Terrorismusgefahr effektiv zu bekämpfen.




