Verbrenner-Aus gelockert: Kurswechsel in der EU!

Dieses Video wurde am 16. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die EU rudert zurück: Trotz des Verbots ab 2035 soll es Ausnahmen geben. Die Kommission präsentiert einen Vorschlag, der die Autoindustrie entlasten soll. Doch was bedeutet das für die Zukunft der Mobilität?

Die EU-Kommission schlägt vor, dass Neuwagen nach 2035 weiterhin Verbrennungsmotoren haben dürfen, solange die Hersteller den CO2-Ausstoß ihrer Neufahrzeuge um 90% reduzieren. Ausnahmen sind für Hybridfahrzeuge und solche mit Biobenzin-Antrieb geplant. Als Kompensation sollen Hersteller CO2-neutral hergestellten Stahl verbauen. Das absolute Verbrenner-Verbot ist damit gekippt, der Vorschlag muss aber noch vom Europaparlament und Rat abgesegnet werden.

Die Autoindustrie zeigt sich enttäuscht, da die geforderte Technologieoffenheit nur ein Lippenbekenntnis sei. CO2-Emissionen müssen weiterhin kompensiert werden.

Kanzler März begrüßte den neuen Kurs als Technologie offen. Bayerns Wirtschaftsminister Eiwanger kritisierte das bisherige Hin und Her, das zu Millionenschäden bei Zulieferern geführt habe. Die Opposition kritisiert die Entscheidung, da sie die E-Mobilität gefährde. Automobilexperte Stefan Bratze warnt vor einer Doppelstrategie aus Verbrenner und E-Mobilität.

Automobilexperte Gabriel Wirz vom BR sieht die Lockerung kritisch, da die Emissionen trotzdem deutlich gesenkt werden müssen. Die VDA-Präsidentin Hildegard Müller bemängelt, dass die Technologieoffenheit ein Lippenbekenntnis bleibe. Es bleibt kompliziert: Hersteller müssen rechnen, wie viel Biokraftstoff verfügbar ist und ob dieser von den Kunden angenommen wird. Der Marktanteil von E10 ist gering.

Es wird erwartet, dass im Detail noch um Formulierungen gerungen wird, insbesondere um schärfere Regeln für gewerblich genutzte Flotten und die Förderung günstiger Elektrokleinwagen. Dies könnte für deutsche Hersteller wie BMW und Audi kontraproduktiv sein. Es wird erwartet, dass es noch rund eineinhalb Jahre dauern wird, bis eine endgültige Regelung steht, was für Kunden Unsicherheit bedeutet.