Dieses Video wurde am 16. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die EU plant, das Verbrenner-Aus aufzuweichen, was zu hitzigen Debatten führt. Michael Kellner warnt vor einem Sargnagel für die Autoindustrie, während andere eine Chance sehen. Deutschlands Wirtschaft steht auf dem Spiel.
Die EU-Kommission plant Lockerungen beim Verbrenner-Aus ab 2035, was bedeutet, dass Autohersteller möglicherweise nicht den Kohlendioxidausstoß auf null senken müssen. Dies könnte durch Ausnahmen erreicht werden, die bisher hohe Strafen vermieden hätten. Ein Kompromiss müsste jedoch mit dem Europaparlament und den EU-Staaten ausgehandelt werden. Die Regierung, insbesondere die Christdemokraten, befürworten eine Lockerung des Verbrenner-Aus, wobei Informationen aus Brüssel bereits auf eine Aufweichung hindeuten. Es könnten also auch nach 2035 noch Verbrenner zugelassen werden.
Kellner (Grüne) sieht im Festhalten am Verbrenner eine Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Autoindustrie: Ein Sargnagel für die Zukunft!
Allerdings sind diese Zulassungen an strengen Bedingungen geknüpft, um die geplante Emissionsreduktion von 100% zu erreichen. Eine Maßnahme sieht vor, dass Großkunden ab 2035 nur noch E-Autos kaufen dürfen, was besonders Deutschland treffen könnte, da ein großer Teil des Fahrzeugmarktes auf Großkunden wie Six oder die Deutsche Post entfällt. Michael Kellner, der energiepolitische Sprecher der Grünen, äußert sich besorgt über diese Aufweichung.
Kellner betont, dass sich das Elektroauto weltweit durchsetzt und Europa am Alten festhält. Er befürchtet, dass Investitionen in veraltete Verbrenner-Technik in anderen Bereichen fehlen werden. Er sieht darin ein Strohfeuer, das kurzfristige Gewinne bringt, aber langfristig die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Automobilindustrie gefährdet, insbesondere angesichts billigerer E-Autos aus China. Er warnt davor, mit Volldampf in eine Sackgasse zu fahren.
Bezüglich der durchgesickerten Informationen aus Brüssel, dass es auch nach 2035 noch Verbrennungsmotoren geben soll, betont Kellner, dass strenge Bedingungen entscheidend sind. Er befürchtet jedoch, dass die Schlupflöcher groß sein werden und die Verunsicherung im Markt weitergeht. Er sieht in den Plänen keinen guten Tag für den Industriestandort Deutschland, da der Markthochlauf der E-Mobilität abgewürgt werden könnte.




