Australien: Fragen nach dem Terror am Bondi Beach

Dieses Video wurde am 15. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach dem schrecklichen Terroranschlag am Bondi Beach werden in Australien schärfere Waffengesetze gefordert. Die Tat wirft viele Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Radikalisierung des Tätervaters und seines Sohnes.

Australien debattiert erneut über Waffengesetze, obwohl diese seit 1996, nach dem Massaker in Port Arthur, als relativ scharf galten. Damals wurden halbautomatische Waffen verboten und der Erwerb einer Waffenlizenz erschwert. Trotzdem konnte sich die Waffenlobby in den letzten Jahren wieder durchsetzen, sodass es nun offenbar wieder mehr Waffen gibt als zum Zeitpunkt des Port Arthur Attentats. Der 50-jährige Attentäter von Bondi Beach besaß sogar sechs Waffenlizenzen.

Die Tatsache, dass ein Mann mit Verbindungen zu einer Person, die mit dem IS sympathisiert, legal Waffen besitzen konnte, wirft ernsthafte Fragen nach den Kontrollen auf. Versäumnisse müssen aufgeklärt werden!

Dem Sohn des Attentäters wurde vor Jahren Sympathie für den Islamischen Staat vorgeworfen. Trotzdem besaß der Vater, Mitglied in einem Jagdverein, mehrere Waffenlizenzen. Die Mutter der Familie will angeblich nichts von den Radikalisierungstendenzen mitbekommen haben. Vater und Sohn gaben vor, einen Angelausflug zu unternehmen. Stattdessen verübten sie die schreckliche Terrorattacke am Bondi Beach. Die Polizei prüft, ob Anzeichen übersehen wurden.

Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob es im Vorfeld Anzeichen für eine Radikalisierung gab. Haben die Täter online etwas gepostet oder Bemerkungen gegenüber Bekannten gemacht? Der australische Sender ABC berichtete über die früheren Sympathien des Sohnes für den IS. Viele Fragen sind noch offen, und die Ermittler stehen unter Druck, Antworten zu finden. Es wird geprüft, ob es Versäumnisse bei den Sicherheitsbehörden gab und ob Hinweise ignoriert wurden.