Dieses Video wurde am 15. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Selenskyj in Berlin! Das Treffen mit Steinmeier soll die Bedeutung der Ukraine für Deutschland unterstreichen. Doch Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt vor einem gefährlichen Szenario und sieht das Friedensprojekt Europa in Gefahr, sollte Putin Erfolg haben. Ein Dammbruch droht.
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) äußert sich zu den Friedensbemühungen für die Ukraine. Sie betont, dass die Hoffnung nicht aufgegeben werden dürfe, mahnt aber gleichzeitig zur Nüchternheit. Es sei positiv, dass neben Deutschland auch andere europäische Staaten und die USA involviert seien, da der Kreml versuche, Europa zu spalten. Ein Problem sei jedoch, dass Wladimir Putin nicht am Verhandlungstisch sitze, obwohl er für den Angriffskrieg verantwortlich sei. Die Rolle der USA, die Moskau zu vertreten scheinen, sei verstörend.
Wenn Putin den Donbas erhält, könnte dies ein Präzedenzfall sein, der ihn zu weiteren Aggressionen ermutigt. Europa muss geeint bleiben, sonst steht das Friedensprojekt auf der Kippe.
Strack-Zimmermann warnt vor Putins Expansionsbestrebungen, die über die Ukraine hinausgehen und Georgien, Moldawien und das Baltikum umfassen könnten. Sollte Putin im Donbas Erfolg haben, müsse man davon ausgehen, dass er sich weiter bewaffnen werde. Er nutze hybride und Cyber-Kriegsführung, um nicht nur die Ukraine, sondern auch den Westen zu destabilisieren. Gelinge ihm dies, werde er seine Kräfte sammeln und erneut angreifen. Daher sei es entscheidend, Putin wirtschaftlich und militärisch unter Druck zu setzen.
Die EU habe bereits viel für die Ukraine getan, aber es müsse noch mehr geschehen. Strack-Zimmermann fordert die Freigabe eingefrorener russischer Assets, um der Ukraine finanzielle Mittel für den Wiederaufbau und die Verteidigung zu geben. Zudem müsse der Ukraine die Möglichkeit gegeben werden, militärische Ziele in Russland mit weitreichenden Waffen zu neutralisieren, um die Kriegsfinanzierung zu unterbinden. Die Sicherheitsgarantien für die Ukraine seien essenziell, falls sie auf einen NATO-Beitritt verzichte. Europäische Truppen könnten in den Anrainerstaaten stationiert werden, um ein klares Signal an Russland zu senden und erneute Angriffe zu verhindern.
Abschließend betont Strack-Zimmermann die Tragweite der aktuellen Situation für die Zukunft Europas. Sollten die Friedensbemühungen scheitern und Putin seine Ziele erreichen, stehe das europäische Friedensprojekt auf dem Spiel, was das Leben der Menschen in Europa grundlegend verändern würde. Es sei wichtig, dass alle Beteiligten die Ernsthaftigkeit der Lage erkennen und entsprechend handeln, um einen Dammbruch zu verhindern und die Sicherheit Europas zu gewährleisten.




