Anschlag in Australien: Antisemitismus und Wut

Dieses Video wurde am 15. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Nach dem schrecklichen Anschlag in Australien herrscht tiefe Bestürzung. Ein mutiger Obsthändler wurde zum Helden, während die Regierung sich mit Vorwürfen auseinandersetzen muss. Der Vorfall wirft ein grelles Licht auf den zunehmenden Antisemitismus im Land.

Ahmed El Ahmed, ein 43-jähriger Obsthändler, wird als Held gefeiert, nachdem er einen der Täter überwältigte und so möglicherweise Schlimmeres verhinderte. Er erhielt im Krankenhaus Besuch vom örtlichen Regierungschef. Viele Menschen sind vom Ausmaß des Angriffs schockiert und ohnmächtig. Ziel war eine jüdische Veranstaltung zum Lichterfest Hanuka. Es herrscht Fassungslosigkeit, da sich viele nicht gehört und nicht gesehen fühlen. Der Antisemitismus in Australien hat in den letzten Jahren zugenommen.

Der Anschlag verdeutlicht die Zunahme von Antisemitismus in Australien und wirft Fragen nach der Verantwortung der Regierung auf. Die Tat schockiert und hinterlässt tiefe Spuren.

Israels Premier Netanjahu machte die australische Regierung mitverantwortlich für den Anschlag, da Australien einen palästinensischen Staat formell anerkannt habe. Der ältere Täter stammte aus Pakistan und besaß legal sechs Schusswaffen. Sein Sohn, der zweite Täter, stand 2019 im Visier des Geheimdienstes und soll Kontakt zum IS gehabt haben. Australiens Regierungschef Albanesi wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, die Anzahl der Waffen, die Einzelpersonen besitzen dürfen, zu begrenzen.

Die Maßnahmen der Regierung werden die Opfer des Anschlags nicht trösten und den Antisemitismus allein nicht bekämpfen können. Die Debatte über die Ursachen und Konsequenzen des Anschlags wird in Australien intensiv geführt. Es bleibt die Frage, wie solche Taten in Zukunft verhindert werden können und wie der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt werden kann. Der Ruf nach einem entschlossenen Vorgehen gegen Antisemitismus wird lauter.