Dieses Video wurde am 15. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach dem schrecklichen Anschlag in Sydney entbrennt eine hitzige Debatte über Antisemitismus und dessen Ursachen. Der jüdische Publizist Rafaele Selichmann äußert sich besorgt über ein Klima, das Judenhass fördert und in dem zu wenig gegen Hassreden unternommen wird.
Selichmann kritisiert, dass westliche Demokratien zu wenig aus dem Massaker vom 7. Oktober gelernt hätten. Er bemängelt eine mangelnde Differenzierung und eine Verharmlosung antisemitischer Tendenzen, beispielsweise in Frankreich und Spanien, wo Propaganda für Zuwanderer aus islamischen Staaten betrieben werde. Die Verschärfung der Waffengesetze in Australien sei keine geeignete Maßnahme gegen Antisemitismus, sondern lediglich leeres Gerede. Dies ermutige militante Antisemiten, die sich heute gegen Juden und morgen gegen Christen richten würden. Die jüdische Gemeinschaft in Australien habe seit Langem um besseren Schutz gebeten, jedoch ohne Erfolg.
Man lässt ein Klima des Judenhasses gewähren und unternimmt nichts dagegen. Das ermutigt militante Antisemiten. Die Politik muss klare Kante zeigen und handeln.
Auch Deutschland sieht Selichmann kritisch. Er verweist auf Angriffe auf jüdische Einrichtungen und die Vermischung von legitimer Kritik an der israelischen Politik mit unkritischer Israelkritik. Während man Syrien, den Sudan oder Russland kaum kritisiere, werde bei Israel alles durcheinander gemischt. Dies schaffe ein gefährliches Klima für Terroristen und Verrückte. Die Äußerungen von Außenminister Wadefu über eine vermeintliche Zwangssolidarität mit Israel hält Selichmann für fragwürdig und philosophisch.
Abschließend betont Selichmann, dass die Politik eine klare Haltung gegen Antisemitismus einnehmen müsse. Es sei wichtig, die Ursachen des Hasses zu bekämpfen und ein Klima der Toleranz und des Respekts zu fördern. Die Sicherheit jüdischer Einrichtungen müsse gewährleistet und antisemitische Hetze konsequent verfolgt werden. Nur so könne verhindert werden, dass sich solche schrecklichen Attentate wie in Sydney wiederholen und das friedliche Zusammenleben der Gesellschaft gewährleistet werden.




