Dieses Video wurde am 14. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Debatte um die Wehrpflicht ist in vollem Gange. Angesichts der aktuellen Bedrohungen in Europa stellt sich die Frage nach der Zukunft der Bundeswehr und der Verteidigungsbereitschaft Deutschlands. Ein Experte äußert sich.
Die Diskussion um die Wehrpflicht, insbesondere angesichts der Kriegsgefahr in Europa, erscheint Reifknpe als befremdlich. Er kritisiert die gefeierten Schulstreiks gegen die vermeintliche Wiedereinführung, betont aber, dass die Wehrpflicht seit Jahrzehnten existiert und lediglich 2011 ausgesetzt wurde. Diese Aussetzung erfolgte in der Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben, welches jedoch spätestens seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ad absurdum geführt wurde. Die jetzige Debatte dreht sich um die mögliche Reaktivierung, nicht um eine Neueinführung.
Die Wehrpflicht ist nicht neu, sondern wird angesichts der aktuellen Bedrohungslage lediglich wieder in Erwägung gezogen. Es geht um die Sicherheit Deutschlands.
Knispel hebt hervor, dass die Aussetzung der Wehrpflicht unter anderem in der Hoffnung geschah, dass sich nicht vorrangig Personen aus dem rechtsextremen Spektrum freiwillig melden würden. Diese Befürchtungen haben sich jedoch nicht bewahrheitet. Er weist darauf hin, dass der Ersatzdienst weiterhin möglich ist und im Grundgesetz verankert ist. Die Diskussion um eine Wehrpflicht für Frauen sieht er kritisch, da hierfür im Bundestag keine Zwei-Drittel-Mehrheit bestünde. Es geht primär darum, eine ausreichende Anzahl wehrdiensttauglicher Menschen zu erreichen.
Der Fokus liegt auf der Freiwilligkeit und der Bereitstellung von wehrdiensttauglichen Personen. Es gehe nicht darum, kriegerische Unternehmen zu unterstützen, sondern um den Schutz des deutschen Volkes und der Demokratie. Verteidigungsminister Pistorius habe dies treffend formuliert. Knispel appelliert an junge Menschen, sich auf diese Diskussion zu konzentrieren, insbesondere im Hinblick auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie. Auch ältere Menschen hätten unter den Folgen der Pandemie gelitten. Die Wehrpflicht könne sich nur auf junge, wehrtüchtige Männer erstrecken.
Abschließend betont Knispel die Notwendigkeit, dass sich junge Menschen für Demokratie und Freiheit einsetzen, um Bilder wie aus der Ukraine zu verhindern. Es gehe darum, getötete Zivilisten, misshandelte oder entführte Kinder zu vermeiden. Die derzeitige Situation sollte als abschreckendes Beispiel dienen. Er plädiert für eine besonnene und realistische Auseinandersetzung mit der Thematik, um die Sicherheit Deutschlands zu gewährleisten.




