Lukaschenko: Deal mit Trump befreit Oppositionelle

Dieses Video wurde am 14. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Alexander Lukaschenko, oft als letzter Diktator Europas bezeichnet, hat einen Deal mit den USA geschlossen. Im Gegenzug für die Aufhebung von Sanktionen ließ er über 120 politische Gefangene frei, ein Schritt, der international Beachtung findet.

Die Freilassung der Gefangenen, darunter prominente Oppositionspolitiker wie Maria Kolesnikowa und der Nobelpreisträger Alis Pialjatzki, erfolgte unerwartet. Insgesamt wurden 114 Häftlinge in die Ukraine und weitere in die litauische Hauptstadt gebracht. Diese Aktion steht im Kontext der seit 2020 andauernden Proteste gegen Lukaschenkos Regime, die mit harter Hand unterdrückt werden. Menschenrechtsorganisationen schätzen, dass sich noch über 1300 Inhaftierte in belarussischen Straflagern befinden.

Lukaschenko nutzte die Freilassung als Druckmittel, um US-Sanktionen aufzuheben. Die Geste ist somit alles andere als selbstlos und dient vor allem dem Machterhalt. Ein zynisches Kalkül.

Die Verhandlungen führte der US-Sondergesandte John Cole in Minsk. Dieser Deal ermöglichte die Freilassung von insgesamt 152 Gefangenen in den letzten zwei Wochen, wobei die Ukraine 100 Personen aufnahm. Im Gegenzug wurden die Sanktionen für Kaliumexporte aufgehoben. Für die verbleibenden über 1000 politischen Gefangenen bleibt die Situation jedoch weiterhin angespannt. Coles hofft auf weitere Freilassungen.

Die Freilassung Kolesnikowas, die 2020 ihre Ausweisung verweigerte und ihren Reisepass zerriss, markiert einen wichtigen Moment. Sie saß bis 2024 18 Monate in Isolationshaft und erlebte eine massive Gewichtsabnahme. Ihre Freilassung ist ein Hoffnungsschimmer, aber die Situation in Belarus bleibt prekär. Die Demokratiebewegung fordert weiterhin den Rücktritt Lukaschenkos.