Weihnachts-Wahnsinn? Rassismus-Debatte in Berlin!

Dieses Video wurde am 13. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Berlin entzündet sich eine Debatte um Rassismus in der Weihnachtsgeschichte. Ein Verein will koloniale Bilder aufdecken, doch die Kritik daran ist vielfältig und kontrovers.

Der Verein Freunde und Freundinnen des Berliner Forums der Religionen plant, gemeinsam mit muslimischen und christlichen Stimmen, koloniale und diskriminierende Bilder in der Weihnachtsgeschichte sichtbar zu machen. Henrik Bruder, zu Gast im Studio, kommentiert dies mit der Feststellung, dass Berlin für jeden Wahnsinn gut sei. Er betont, dass die Stadt einen

Die Debatte um die Dekolonisierung der Weihnachtsgeschichte offenbart, wie weit man gehen kann, um Anstoß zu nehmen. Ist König Kaspar als Schwarzer ein Zeichen für Rassismus?

Bruder kritisiert die Fokussierung auf die Dekolonisierung und merkt an, dass die deutsche Kolonialzeit lange vorbei sei. Er erwähnt, dass man bereits versuche, Mark Twain Bücher der Gendersprache anzupassen, was er als Unsinn bezeichnet. Geschichte könne man nicht rückwirkend ändern. Die Frage, ob König Kaspar als Schwarzer in der Weihnachtsgeschichte Rassismus darstellt, offenbare die absurden Details der Debatte. Zudem gehe es um Migration und die Strapazen der Migranten.

Die Umbenennung der Morenstraße in Anton Wilhelm Amo Straße, nach einem unbekannten afrikanischen Denker, hält Bruder für fragwürdig. Er hätte es sinnvoller gefunden, die Straße nach bekannten Persönlichkeiten wie Armstrong oder Martin Luther King zu benennen. Die Debatten seien oft keine Verbeugung vor der Vernunft. Auch die Bibel biete viele Möglichkeiten, Anstoß zu nehmen, wie beispielsweise die Bergpredigt oder die Geschichte von Adam und Eva.

Bruder verweist auf einen Workshop beim evangelischen Kirchentag 2019 mit dem Titel „Vulven malen“, der bereits für Aufregung sorgte. Wer sich so etwas einfallen lasse, sei auch fähig, Rassismus in der Weihnachtsgeschichte zu bekämpfen. Er hält die Leute, die solche Aktionen durchführen, für fähig, jeden Unsinn in die Wirklichkeit umzusetzen. Er schließt mit der Feststellung, dass er die Diskussionen für übertrieben hält.