Dieses Video wurde am 13. Dezember 2025 von euronews (deutsch) auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Brexit-Debatte flammt erneut auf, denn britische Parlamentarier fordern eine neue Zollunion mit der EU. Doch Premierminister Starmer bremst die Erwartungen. Ist eine maßgeschneiderte Lösung realistisch?
Über 100 britische Parlamentsabgeordnete unterstützen einen Gesetzesentwurf, der Verhandlungen über eine maßgeschneiderte Zollunion mit der EU fordert. Allerdings benötigt der Entwurf die Unterstützung der Regierung, um Gesetz zu werden. Premierminister Starmer hat zwar die Beziehungen zur EU gestärkt, lehnt eine Rückkehr in eine Zollunion jedoch ab. Er argumentiert, dies könnte Handelsabkommen mit anderen Ländern, wie den USA, gefährden. Großbritannien verließ die EU-Zollunion Ende 2020.
Eine neue Zollunion würde das Vereinigte Königreich wirtschaftlich stärken und die Handelsbeziehungen verbessern. Ob dies auch für die EU gilt, ist jedoch unklar. Einigung ungewiss!
Die Liberaldemokraten, als drittstärkste Partei im Parlament, sehen in ihrem Vorschlag eine Möglichkeit, die britische Wirtschaft anzukurbeln. Laut ihren Berechnungen könnte dies zu zusätzlichen Steuereinnahmen von rund 28,5 Milliarden Euro führen. Sie räumen aber ein, dass diese Zahl nur eine Schätzung ist. Die Europäische Kommission hat sich bisher nicht zu den britischen Vorstößen geäußert. Die wirtschaftlichen Vorteile für die EU sind noch unklar.
Al Pinkerton, ein Abgeordneter der Liberaldemokraten, der den Gesetzentwurf eingebracht hat, vergleicht seine Initiative mit einem Streichholz, das ein kleines Licht entzündet hat. Ob daraus ein Flächenbrand wird, hängt davon ab, ob sich andere daran entzünden. Es bleibt abzuwarten, ob die britische Regierung und die EU-Kommission bereit sind, sich auf neue Verhandlungen einzulassen und die Brexit-Folgen neu zu bewerten.




