Dieses Video wurde am 13. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Bundesregierung wirft Russland hybride Kriegsführung vor und bestellt den Botschafter ein. Nachweislich seien russische Geheimdienste für Cyberattacken und Desinformation verantwortlich. Nun drohen Konsequenzen.
Die Bundesregierung beschuldigt Russland, im vergangenen Bundestagswahlkampf hybride Angriffe durchgeführt zu haben. Diese Vorfälle werden dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeordnet. Als Reaktion wurde der russische Botschafter, Sergei Najev, ins Auswärtige Amt einbestellt. Es ist ein ungewöhnlicher Schritt, da die Regierung nun klar die Verantwortung Moskaus für Cyberangriffe und Wahlbeeinflussung öffentlich macht. Bisher handelte es sich um Verdachtsmomente, jetzt werden konkrete Vorwürfe erhoben.
Die Bundesregierung sieht in Russlands Vorgehen eine konkrete Bedrohung der deutschen Sicherheit und will mit Transparenz und Information gegen Desinformation vorgehen.
Laut der Bundesregierung beobachtet man seit einiger Zeit eine Zunahme bedrohlicher hybrider Aktivitäten Russlands. Diese reichen von Desinformationskampagnen über Spionage und Cyberattacken bis hin zu Sabotageversuchen. Nach umfassenden Analysen der deutschen Nachrichtendienste sei die Handschrift Moskaus eindeutig erkennbar. So soll der Cyberangriff auf die deutsche Flugsicherung im August vom Hackerkollektiv APT28 (Fancy Bear) und dem russischen Geheimdienst GRU durchgeführt worden sein.
Der Geheimdienst versuche mit der Kampagne Storm 1516 fortlaufend, die Bundesrepublik zu destabilisieren. Auch bei der Bundestagswahl seien Fake Videos über gefälschte Briefwahlunterlagen und Lügen über Spitzenkandidaten verbreitet worden. Diese Desinformationskampagnen hätten hunderttausende Menschen erreicht und das Ziel gehabt, Misstrauen zu schüren und das Vertrauen in die Demokratie zu schwächen. Die Regierung betont die Notwendigkeit, solche Angriffe schnell zu identifizieren und transparent zu machen.




