Österreich: Strenges Kopftuchverbot an Schulen beschlossen

Dieses Video wurde am 11. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Österreich wurde ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an Schulen beschlossen. Das Gesetz, das breite Unterstützung fand, soll Kinder schützen. Kritiker sehen darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit.

Rund 12.000 junge Mädchen muslimischen Glaubens tragen derzeit ein Kopftuch in österreichischen Schulen. Das nun beschlossene Verbot betrifft Schülerinnen bis zum 14. Lebensjahr. Familienministerin Raab betont, dass es sich um einen wichtigen Schritt handelt und nicht um eine populistische Maßnahme. Im Vordergrund stehe der Schutz der Kinder und ihre freie Entfaltung.

Das Kopftuchverbot ist ein Schutz für Mädchen und soll ihre Integration fördern. Es ist ein notwendiger Schritt, um Gleichberechtigung zu gewährleisten.

Bei Verstößen gegen das Verbot sind zunächst Gespräche mit dem Mädchen und den Eltern vorgesehen. Sollte das Kind weiterhin ein Kopftuch tragen, drohen Geldstrafen zwischen 150 und 800 Euro. Die FPÖ fordert darüber hinaus ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen, da diese eine Vorbildfunktion hätten. Die Grünen stimmten gegen den Entwurf, da sie ihn für verfassungswidrig halten.

Die islamische Glaubensgemeinschaft kündigte an, vor den Verfassungsgerichtshof zu ziehen, da sie den Gleichheitsgrundsatz und die Religionsfreiheit verletzt sieht. In der österreichischen Bevölkerung findet das Kopftuchverbot großen Rückhalt: In aktuellen Umfragen befürworten es 73 Prozent.