Dieses Video wurde am 11. Dezember 2025 von BR24 auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die EU-Kommission rudert zurück! Nach massivem Druck aus Deutschland zeichnet sich eine überraschende Wendung im Verbrenner-Aus ab. Bedeutet das freie Fahrt für Verbrennungsmotoren nach 2035?
Die ursprüngliche EU-Regelung, die ab 2035 keine Neuwagen mit CO2-Emissionen mehr zulassen sollte, stand kurz vor dem Inkrafttreten. Nun deutet alles auf eine Änderung hin. Manfred Weber (CSU), Chef der EVP-Fraktion im Europaparlament, verkündete, dass ab 2035 ein Flottenziel von 90% gelten soll. Das bedeutet, dass nicht alle Neuwagen eines Herstellers emissionsfrei sein müssen. Einige Verbrenner könnten also weiterhin zugelassen werden. Bayerns Ministerpräsident Söder begrüßte dies als ein gutes Signal, forderte aber gleichzeitig weitere Zugeständnisse.
Die Autoindustrie atmet auf, doch die Details sind entscheidend. Es bleibt abzuwarten, wie die genauen Vorgaben aussehen und welche Auswirkungen dies auf die Flottenziele hat.
Autoexperte Gabriel Wett berichtet von vorsichtigen Reaktionen aus der Industrie. BMW-Chef Zipse äußerte sich konjunktivisch, und auch der VDA will die Details abwarten. Befürchtungen gibt es hinsichtlich verschärfter Flottenziele für Unternehmensflotten, was insbesondere Audi und BMW im Premiumsegment treffen könnte. Automobilforscher bleiben skeptisch und warnen davor, dass die Konkurrenz, insbesondere aus China, nicht schläft.
Die Frage ist auch, wie die Autokäufer reagieren werden. Sollten Verbrenner weiterhin gekauft werden, drohen den Herstellern Strafen, wenn sie ihre Flottenziele nicht erreichen. Allerdings ist noch unklar, welche Regeln bis 2035 gelten werden. Die aktuelle Kehrtwende zeigt, dass politische Entscheidungen flexibel sein können. Es bleibt spannend abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.




