Dieses Video wurde am 10. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Die neue Grundsteuer ist verfassungsgemäß. Doch was bedeutet das für Mieter und Eigentümer? Ein Überblick.
Der Bundesfinanzhof (BFH) wies Klagen gegen die neue Grundsteuer ab. Die Kläger argumentierten, dass die Berechnungsmodelle zu pauschal und intransparent seien. Der BFH entgegnete, dass bei der Neubewertung von 36 Millionen Gebäuden pauschale Ansätze notwendig seien. Eine individuelle Bewertung jedes einzelnen Objekts sei schlichtweg nicht machbar. Das Urteil soll die Grundlage für eine flächendeckende Neubewertung schaffen.
Das Urteil des BFH bedeutet nicht das Ende der Fahnenstange. Kläger können noch vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, auch wenn die Erfolgsaussichten gering sind.
Trotz des Urteils des BFH bleibt die Möglichkeit bestehen, die eigene Grundsteuer anzufechten. Wer sich falsch bewertet fühlt, kann ein eigenes Gutachten erstellen lassen und neue Werte ansetzen. Dies soll weiterhin möglich sein, um eine individuelle Gerechtigkeit zu gewährleisten. Es wird erwartet, dass etwa 60% der Steuerzahler durch die Reform mehr zahlen müssen.
Die Auswirkungen der Grundsteuerreform betreffen sowohl Eigentümer als auch Mieter. Die Grundsteuer wird über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umgelegt. Auch wenn der BFH die Verfassungsmäßigkeit bestätigt hat, ist das Verfahren noch nicht endgültig abgeschlossen. Die Kläger planen, vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen, um das Urteil anzufechten.




