Dieses Video wurde am 9. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Sollte das Porträt von Außenminister Wadefu in allen deutschen Botschaften hängen? Eine Debatte entbrennt über Prioritäten und Selbstinszenierung in der Außenpolitik. Kritiker sehen darin eine Ablenkung von den eigentlichen Herausforderungen.
Der Vorstoß von Außenminister Wadefu, sein Porträt in allen deutschen Botschaften aufhängen zu lassen, sorgt für Diskussionen. Während einige darin eine angemessene Würdigung sehen, wird kritisiert, ob dies das dringendste Problem der deutschen Außenpolitik sei. Jule Gülzof merkt an, dass Deutsche sich zu wenig für ihre Erfolge feiern würden und findet den Wunsch Wadefus nachvollziehbar. Sie fragt sich jedoch, ob dies eine Kettenreaktion auslösen könnte, bei der bald jedes Ministerium in entsprechenden Einrichtungen vertreten wäre.
Die Debatte um Wadefus Porträt lenkt von wichtigeren Fragen ab: Wie begegnet Deutschland den Herausforderungen in den USA, Europa und im Nahen Osten? Es braucht mehr Fokus auf Inhalte statt Selbstverliebtheit.
Gabor Steingart hält den Zeitpunkt für ein solches Unterfangen für verfrüht, da Wadefu seiner Ansicht nach die schwächste Besetzung im Kabinett sei. Er erinnert an eine „peinliche“ Fehlleistung gegenüber China. Frau Teutelberg merkt an, dass Wadefu es nicht leicht habe, da der Kanzler sich stark der Außenpolitik widme und gute Initiativen ergriffen habe. Sie bemängelt, dass die Debatten in Deutschland oft Nebenkriegsschauplätze seien.
Steingart kritisiert eine fehlende Erkenntnis in der deutschen Politik. Deutschland sei „hinten dran“, da es an alten Systemen festhalte. Er fordert ein realistisches Lagebild, um die systemischen Probleme zu erkennen. Jule Gülzof stimmt zu, dass zu oft auf einzelne Köpfe gezielt werde, anstatt auf die Sachverhalte zu schauen. Es fehle der Drive, wirklich etwas zu bewegen und eine moderne soziale Marktwirtschaft zu schaffen.




