Dieses Video wurde am 8. Dezember 2025 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die AfD-Jugend steht im Fokus, da sie Kontakte zur rechten Szene pflegt. Kritiker werfen der Jugendorganisation vor, sich nicht ausreichend von extremistischen Tendenzen zu distanzieren. Dies wirft Fragen nach der ideologischen Ausrichtung auf.
Kevin Doro, Mitglied der Hamburger Burschenschaft Germania, die bereits im Visier des Verfassungsschutzes stand, sitzt für die AfD im Kreistag von Rensburg. Seine Aussagen lassen tief blicken. Kritiker werfen ihm vor, einem dezidiert rechten Kurs zu folgen, der das deutsche Volk in den Vordergrund stellt. Dies wirft die Frage auf, ob die AfD-Jugend eine klare Abgrenzung zu extremistischen Ideologien vermissen lässt und inwiefern völkische Ideologien eine Rolle spielen.
Die AfD-Jugend gibt sich staatstragend, während sie gleichzeitig mit dem Feuer spielt, indem sie extrem rechte Positionen andeutet. Ein rhetorischer Trick, um ein breites Spektrum anzusprechen – brandgefährlich!
Doro beruft sich auf ein AfD-Papier, das die Remigration angeblich nur für Nicht-Staatsbürger vorsieht. Dies steht im Kontrast zu radikaleren Konzepten, wie sie beispielsweise von IB-Chef Sellner vertreten werden. Die Distanzierung von Sellners Positionen scheint jedoch strategischer Natur zu sein. Einerseits möchte man sich als staatstragend präsentieren, andererseits aber auch das rechte Spektrum ansprechen. Dies ist ein rhetorischer Trick, um möglichst viele Wähler zu erreichen, birgt aber die Gefahr der Normalisierung extremistischer Positionen.
Die Taktik der AfD-Jugend, sich einerseits staatstragend zu geben und andererseits mit extremistischen Positionen zu flirten, ist ein gefährliches Spiel. Durch diese Strategie wird versucht, ein breites Spektrum an Wählern anzusprechen, gleichzeitig aber die Grenze des Sagbaren immer weiter nach rechts zu verschieben. Dies birgt die Gefahr, dass extremistische Ideologien in der Gesellschaft salonfähig werden und die Demokratie gefährden.




