Dieses Video wurde am 8. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Hans-Ulrich Jörges sieht schwarz für Deutschlands Zukunft. Er kritisiert die Reformunfähigkeit der Regierung und warnt vor einem Stillstand im kommenden Jahr. Steht Deutschland wirklich am Abgrund?
Jörges äußert sich besorgt über die fehlende Reaktion der Regierung auf die Warnungen des Industriepräsidenten, der den Wirtschaftsstandort Deutschland im freien Fall sieht. Er betont die Reformunfähigkeit der Regierung und kritisiert das erneute Streiten über das Bürgergeld. Die Rentenreform, die eigentlich im nächsten Jahr kommen sollte, sieht er in weiter Ferne. Jörges prognostiziert, dass es im nächsten Jahr aufgrund von fünf Landtagswahlen zu keinen größeren Reformen kommen wird. Er hält eine Erhöhung des Rentenalters oder eine Streichung der Rente mit 63 für unwahrscheinlich.
Die Regierung ist reformunfähig und wird im kommenden Jahr keine einschneidenden Maßnahmen ergreifen – Wahlen verhindern nötige Schritte. Deutschland droht der Stillstand!
Ein weiterer großer Themenblock ist das Gesundheitssystem, wo ebenfalls eine Großreform ansteht. Jörges sieht hier noch größere Schwierigkeiten, da das System von zahlreichen Interessengruppen wie Krankenhäusern, Krankenkassen, Ärzten und der Pharmaindustrie durchzogen ist. Er erwartet weiter steigende Beiträge und prognostiziert einen Fehlbetrag der Krankenkassen von 87 Milliarden Euro im Jahr 2030. Eine mögliche Sanierung wäre die Begrenzung der Arztbesuche pro Jahr, aber dazu sieht er die Politik nicht in der Lage.
Jörges kritisiert auch die neue Bahnschefin, die die Hälfte ihrer Spitzenmanager rauswirft, als positives Beispiel für Entscheidungskraft. Er wünscht sich mehr solche Maßnahmen in der Politik und bemängelt die hohe Anzahl an parlamentarischen Staatssekretären und Beauftragten in der Bundesregierung. Diese seien oft Versorgungsposten für Parteigänger und könnten problemlos abgeschafft werden. Besonders den für Staatsmodernisierung zuständigen Philip Amtor sieht er kritisch.
Abschließend geht Jörges auf die Auslosung der Fußballweltmeisterschaft ein und kritisiert die überhebliche Reaktion der Moderatorin Katrin Müller-Hohnstein auf die zugelosten Gegner Deutschlands. Er mahnt zu Respekt und Interesse gegenüber kleineren Nationen und betont, dass auch Deutschland in der Vergangenheit Schwierigkeiten gegen vermeintlich schwächere Gegner hatte. Jörges wünscht sich mehr Berichterstattung über die Leistungen von Nationen wie Curaçao und die Leidenschaft afrikanischer Teams.




