Dieses Video wurde am 7. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach Nazi-Parolen in der Jugendorganisation geht die AfD in die Offensive. Alice Weidel greift den Verfassungsschutz scharf an und löst damit eine neue Debatte aus. Ist ein Verbotsverfahren unausweichlich?
Alice Weidel, AfD-Chefin, bezeichnet den Verfassungsschutz als schmierige Stasi-Spitzel. Diese Aussage tätigte sie im WELT-Talk-Format Burgard. Zuvor hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Weidel griff insbesondere den Thüringer Verfassungsschutzchef Stefan Kramer an, dessen Aussehen und jüdischen Glauben sie verunglimpfte. Kramer bedauerte, dass sich Weidel auf dieses Niveau begebe. Er betonte, dass Kritik an Behörden zur Demokratie gehöre, aber Verleumdungen inakzeptabel seien.
Es ist inakzeptabel, dass Straftatbestände relativiert und normalisiert werden. Ein AfD-Verbot sollte ernsthaft geprüft werden, um die Demokratie zu schützen.
Der Inlandsgeheimdienst hat die neue AfD-Jugendorganisation „Neue Generation Deutschland“ nach deren Gründung ins Visier genommen. Auf dem Gründungsparteitag wurde eine Losung verwendet, die an die Hitlerjugend erinnerte: „Jugend muss durch Jugend geführt werden.“ Weidel verteidigte diese Aussage und relativierte den historischen Kontext. Thüringens Innenminister Georg Maier kritisierte die Relativierung von Straftatbeständen und forderte ein Verbotsverfahren gegen die AfD.
Die AfD-Verbotsdebatte gewinnt wieder an Fahrt. Im Berliner Senat unterstützt nun auch die CDU einen Antrag, der im Bundesrat ein Verbot der größten Oppositionspartei anstoßen könnte. Die Rufe nach einem Verbot werden lauter, während die AfD weiterhin durch provokante Äußerungen und rechtsextreme Tendenzen auffällt. Die politische Auseinandersetzung um die AfD spitzt sich zu.




