Dieses Video wurde am 7. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Sarah Wagenknecht verlässt die Parteispitze des BSW, aber bleibt der Partei treu. Ihr Fokus liegt künftig auf der Grundwertekommission. Kritiker sehen den Schritt skeptisch, während Befürworter eine Chance zur inhaltlichen Neuausrichtung wittern.
Auf dem Parteitag in Magdeburg äußerten sich Parteimitglieder zur Bedeutung Wagenknechts. Einerseits bedauere man ihren Rücktritt rein menschlich, andererseits sehe man darin eine Chance, sich auf die Grundwerte der Partei zu konzentrieren. Die Idee einer Wertekommission unter ihrer Leitung sei hervorragend, da sie inhaltlich sehr stark sei. Es sei wichtig zu vermitteln, dass Wagenknecht sich nicht zurückziehe, sondern sich weiterhin für die Partei engagiert.
Wagenknecht betont ihren Verbleib in der Partei und ihre zukünftige Rolle, die inhaltliche Ausrichtung zu gestalten. Sie freue sich darauf, im Bundestag den etablierten Parteien den Spiegel vorzuhalten.
Debora Nebich berichtete live aus Magdeburg, dass Wagenknecht in ihrer letzten Rede als Parteivorsitzende ihre künftige Rolle erläuterte. Sie wolle sich stärker um die inhaltliche Ausrichtung kümmern, da dies in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen sei. Die organisatorischen Aufgaben seien ihr zu viel geworden. Es sei ihr wichtig zu betonen, dass ihr Schritt kein Rückzug sei. Dafür erntete sie minutenlangen Applaus und Standing Ovations.
Ein zentrales Thema auf dem Parteitag ist die Neuauszählung der Bundestagswahl. Das BSW fordert diese seit Februar, da sie knapp an der 5%-Hürde gescheitert sind. Wagenknecht geht davon aus, dass sie es doch noch in den Bundestag schaffen und dann Fraktionsvorsitzende wird. Der Wahlprüfungsausschuss des Bundestages hat das Begehren des BSW zunächst abgelehnt.




