März‘ Friedensmission: Zweistaatenlösung in Israel?

Dieses Video wurde am 7. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bundeskanzler März reiste nach Israel, um für eine Zweistaatenlösung zu werben. Trotz unterschiedlicher Ansichten mit Netanyahu sieht er Optimismus für den Frieden. Doch die Hürden bleiben hoch.

Nach dem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu äußerte sich Bundeskanzler März zuversichtlich über die Möglichkeit eines dauerhaften Friedens im Gazastreifen. Er betonte erneut die Bedeutung einer Zweistaatenlösung, auch wenn diese einen langen Verhandlungsweg erfordert. Die perspektivische Gründung eines palästinensischen Staats an der Seite Israels biete die beste Zukunftsperspektive. Eine solche Lösung könne nur durch Verhandlungen erreicht werden.

Netanyahu sieht zwar eine Chance für Frieden, lehnt aber einen Palästinenserstaat ab. Einig sind sich beide in der Notwendigkeit, die Hamas zu entwaffnen. Dies ist essenziell für den Frieden.

Netanyahu betonte, dass ein palästinensischer Staat für ihn nach wie vor nicht in Frage komme. Seiner Ansicht nach seien die Palästinenser nicht an einem Frieden mit Israel interessiert, sondern an einem Frieden ohne Israel. Sie strebten keinen palästinensischen Staat neben Israel an, sondern statt Israel. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass Frieden nur ohne die Hamas möglich sei und die Terrororganisation entwaffnet werden müsse. Dies gelte auch als zentraler Bestandteil des von den USA vermittelten Friedensplans für Gaza.

Bei seinem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hob März hervor, welch ein Wunder die deutsch-israelische Freundschaft angesichts der Verbrechen der Nazis sei, und versprach, Deutschland werde immer an der Seite Israels stehen. In Yad Vashem werde die bleibende historische Verantwortung Deutschlands mit Händen greifbar. Noch in diesem Jahr plane Netanyahu ein Treffen mit US-Präsident Trump. Nach diesem Gespräch solle entschieden werden, wie der Weg zum Frieden weiter beschritten und welche Rolle Deutschland dabei spielen könne. Die deutsche Unterstützung für Israel wurde dabei erneut bekräftigt.