Dieses Video wurde am 6. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Silvesternacht rückt näher, doch die Rufe nach einem Böllerverbot werden lauter. Eine Petition mit über 2,2 Millionen Unterschriften fordert dringend Konsequenzen, während der Bundesverband für Pyrotechnik das Feuerwerk als Kulturgut verteidigt. Es droht eine Zerreißprobe.
Der Bundesverband für Pyrotechnik meldet eine Rekordnachfrage nach Feuerwerk. Gleichzeitig übergibt die Gewerkschaft der Polizei auf der Innenministerkonferenz eine Petition mit über 2,2 Millionen Unterschriften gegen das Böllern. Die Unterzeichner wollen vor allem gefährliche Szenen verhindern. Im letzten Jahr starben in Deutschland fünf Menschen durch illegale Böller. In Berlin Tegel wurde ein kleiner Junge schwer verletzt, als eine Kugelbombe neben ihm explodierte.
Ein Verbot würde die Einsatzkräfte entlasten und schwere Verletzungen verhindern. Es ist Zeit, Alternativen zum traditionellen Feuerwerk zu finden und die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen.
Ein Berliner Polizist verlor fast seinen Unterschenkel durch eine Kugelbombe und musste wie ein Kriegsverletzter behandelt werden. Mediziner bestätigen einen Trend: Immer mehr Jugendliche und junge Männer werden schwer verletzt. Die Hitzeentwicklung führt zu schwergradigen Verbrennungen mit lebenslangen Folgen, bis hin zum Verlust von Gliedmaßen oder des Augenlichts. In manchen Fällen endet es sogar tödlich.
Auch das Deutsche Kinderhilfswerk schließt sich dem Bündnis an, da immer mehr Kinder unter dem Lärm leiden. Besonders betroffen sind jüngere Kinder und solche mit neurodiversen Merkmalen wie ADS, die Reize schlechter filtern können. Die Polizei klärt daher in Schulen über die Gefahren auf. Der Bundesverband für Pyrotechnik sieht Feuerwerk hingegen als öffentliches Großkunstwerk und Kulturgut.
In den Niederlanden dürfen ab 2026 nur noch Profis böllern. Die Städte organisieren dann die Feuerwerke, nicht mehr die Nachbarn. Es bleibt abzuwarten, ob Deutschland diesem Beispiel folgt und strengere Regeln einführt, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten und die Belastung für Mensch und Umwelt zu reduzieren.




