Dieses Video wurde am 6. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Eine aktuelle Umfrage von Civey zeigt deutliche Kritik an der Rentenpolitik der Bundesregierung. Die Ergebnisse offenbaren eine wachsende Unzufriedenheit und Konfliktpotenzial innerhalb der Koalition. Droht gar ein vorzeitiges Ende?
Laut Janina Mütze von Civey befürworten 84% der Befragten, dass Beamte, Selbstständige und Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Besonders interessant ist, dass die Meinungen je nach Berufsgruppe stark variieren. Während Arbeitnehmer und Angestellte dies mehrheitlich begrüßen, zeigen sich Beamte eher zurückhaltend. Nur jeder zweite Beamte würde eine solche Maßnahme gutheißen. Dies verdeutlicht das unterschiedliche Interesse je nach Standpunkt und die Komplexität der Rentendebatte.
Ein weiterer Vorschlag, Rentenbeiträge auf Aktien, ETFs und Mieteinnahmen zu erheben, stößt auf wenig Gegenliebe. Nur 30% der Befragten bewerten dies positiv, während 53% es negativ sehen. Dies zeigt, dass es schwierig ist, Mehrheiten für einzelne Maßnahmen zu finden, solange das Rentensystem nicht strukturell geändert wird. Die fehlende Akzeptanz solcher Vorschläge unterstreicht die Notwendigkeit einer umfassenden Reform und eines breiten gesellschaftlichen Konsenses.
Die Umfrage zeigt: Viele Bürger sehen die aktuelle Rentenpolitik kritisch. Eine strukturelle Reform ist unerlässlich, um das Vertrauen in das System wiederherzustellen und die Akzeptanz zu erhöhen. Handlungsbedarf ist dringend!
Die Frage nach einem vorzeitigen Ende der Bundesregierung spaltet die Bevölkerung. Immerhin 41% der Befragten würden dies positiv bewerten, da sie mit der Arbeit der Regierung unzufrieden sind. Allerdings machen sich 47% Sorgen über die Folgen und bevorzugen Stabilität. Besonders interessant ist die Haltung der Anhänger von Union und SPD: 74% der Unionswähler und fast 80% der SPD-Wähler sprechen sich für den Erhalt der Regierung aus. Hier zeigt sich das parteipolitische Interesse am Fortbestand der Koalition.
Die Schuld für das „Desaster“ bei der Rentenreform wird unterschiedlich verteilt. 30% geben der SPD die Hauptverantwortung, während 23% die Junge Union sehen. Auch der CDU/CSU-Fraktionschef und Bundeskanzler Friedrich Merz erhalten mit jeweils 18% einen Teil der Schuld. Dies verdeutlicht, dass die Bürger die Streitigkeiten innerhalb der Großen Koalition wahrnehmen und alle Akteure für die gescheiterte Reform verantwortlich machen.




