Dieses Video wurde am 6. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein Hackerangriff auf das Berliner Naturkundemuseum im Oktober 2023 hat schwerwiegende Folgen. Trotz intensiver Bemühungen sind die IT-Systeme noch immer nicht vollständig wiederhergestellt. Der Vorfall wirft Fragen zur digitalen Sicherheit deutscher Institutionen auf.
Das Museum wurde mit Ransomware angegriffen, wobei Daten verschlüsselt und Lösegeld gefordert wurde. Auch persönliche Daten von Besuchern wurden abgegriffen. Mitarbeiter hatten monatelang keinen Zugriff auf ihre E-Mails. Zwei Jahre nach dem Angriff arbeitet das Museum weiter am Wiederaufbau der IT-Systeme und will diese besser vor künftigen Angriffen schützen. Laut Jan Dams, Wirtschaftsredakteur, fehlt es dem Museum an finanziellen Mitteln für eine umfassende Modernisierung.
Museen und öffentliche Einrichtungen in Deutschland sind oft schlecht gegen Cyberangriffe geschützt, da ihnen die finanziellen Mittel und das Fachwissen für effektive Sicherheitsmaßnahmen fehlen.
Die Sicherheitslücken in deutschen Institutionen sind gravierend. Viele Museen, Landkreise und Städte setzen auf individuelle Insellösungen, die oft unzureichend sind. Es fehlt an Geld, um qualifizierte Experten zu bezahlen und moderne Sicherheitslösungen zu implementieren. Dies führt zu einer generellen Gefährdungslage, die sich auch auf kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Flughäfen auswirkt.
Der Angriff auf den Flughafen Berlin, bei dem die Flugabwicklung betroffen war, verdeutlicht die Anfälligkeit. Ebenso der Fall eines gehackten Krankenhauses in Düsseldorf, bei dem die Notaufnahme geschlossen werden musste und ein Patient verstarb. Diese Ereignisse zeigen, dass Deutschland im Bereich der Cybersicherheit dringend handeln muss, um schneller und effektiver auf Bedrohungen reagieren zu können.




