Dieses Video wurde am 4. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die EU plant, bis Ende 2027 russisches Gas vollständig zu verbannen. Doch Kritiker fragen: Warum dauert es so lange? Experte Frank Umbach klärt auf, ob Schlupflöcher Putins Kriegskasse weiterhin füllen.
Die EU-Einigung sieht vor, dass Pipeline-Gas aus Russland nur noch bis November 2027 geliefert werden darf. Flüssigerdgas soll ab Januar 2027 tabu sein, doch Ausnahmen für Ungarn und die Slowakei sind geplant. Laut Umbach finanzieren wir so weiterhin Russlands Krieg, da die EU im September mehr für fossile Energieimporte aus Russland zahlte, als sie der Ukraine an Hilfe leistete. Dies finanziert auch Russlands hybriden Krieg gegen uns.
Trotz der Einigung könnten Drittstaaten weiterhin russische Energie beziehen. Umbach kritisiert, dass die Flüssiggasimporte aus Russland in die EU sogar angestiegen sind, hauptsächlich durch Frankreich, Spanien, die Niederlande und Belgien. Auch russisches Öl floss weiterhin über die Druschba-Pipeline nach Südosteuropa. Es gibt Ausnahmeregelungen, die Ungarn und die Slowakei nutzen könnten, um Importe zu umgehen, was inakzeptabel ist.
Die EU finanziert indirekt Russlands Krieg. Trotz Alternativen und einer erwarteten globalen Überversorgung auf dem Gasmärkten gibt es Schlupflöcher, die Umgehungen ermöglichen. Das ist inakzeptabel!
Russland versucht, andere Gasmärkte zu erschließen, insbesondere China. Diese Exporte sind jedoch wenig profitabel, da der europäische Markt der profitabelste war. Russlands Wirtschaft stagniert bereits und die Einnahmen werden weiter sinken. Umbach betont, dass Russland zunehmend Probleme bekommen wird, den Krieg mittel- und langfristig zu finanzieren. Auch die Ölexporte sinken bereits.
Auch nach einem möglichen Kriegsende bis 2027 erwartet Umbach keine erneute Abhängigkeit von Russland, solange Putin an der Macht ist. Sanktionen könnten allenfalls schrittweise gelockert werden, wenn Russland bestimmte Auflagen erfüllt. Die EU hat deutlich gemacht, dass sie sich nicht wieder von Russland abhängig machen will, da Russland als unsicherer Kantonist gilt.




