Koalitionskrise: Zerreißprobe für die Ampel?

Dieses Video wurde am 4. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der deutsche Bundestag sieht sich mit Spannungen innerhalb der Koalition konfrontiert. Ist die Zusammenarbeit noch tragfähig oder droht ein Bruch? Peter Beer (CDU) äußert sich zu den aktuellen Herausforderungen und gibt Einblicke in die politischen Auseinandersetzungen.

Die Frage nach der Stabilität der Koalition steht im Raum, nachdem CDU-Politiker Christian von Städten deutliche Kritik geäußert hat. Peter Beer (CDU) räumt ein, dass es bei der Umsetzung des Koalitionsvertrags massive Meinungsverschiedenheiten gibt. Trotzdem betont er die gemeinsame Verantwortung, aus dem Ruckeln in einen Arbeitsmodus zu finden. Er zeigt sich zuversichtlich, dass Mehrheiten im Bundestag zustande kommen werden. Besonders das Rentenpaket scheint durch die Enthaltung der Linksfraktion nun leichter durchzubringen sein.

Trotz Differenzen und Meinungsverschiedenheiten müssen wir in den Arbeitsmodus kommen und unserer Verantwortung gerecht werden, um Mehrheiten im Bundestag zu sichern.

Beer geht auch auf die Kritik an Bundesarbeitsministerin Berbel Bas ein. Er betont, dass Lars Klingbeil als Parteichef Bas zur Seite springen müsse, dies aber nicht bedeute, dass er mit ihren Aussagen einverstanden sei. Es gehe darum, wie man sich verhält und was man sagt. Die Kritik der Wirtschaftsvertreter an Bas‘ Aussagen sei nachvollziehbar, da diese für Millionen von Arbeitsplätzen verantwortlich seien. Die Reaktion der Arbeitgeber sei somit Ausdruck von berechtigten Bedenken.

Ein weiteres Thema ist die Flugregelung für Bundestagsabgeordnete. Während die Koalition Sparanstrengungen predigt, dürfen Abgeordnete bereits ab zweistündigen Flügen Businessclass fliegen. Beer gesteht ein, dass er davon überrascht ist und dass man hier an die eigene Nase fassen müsse. Er räumt ein, dass es eine Vorbildfunktion gibt und man nicht im Luxus reisen könne, während andere den Gürtel enger schnallen müssen. Hier müsse man überdenken, ob diese Regelung zeitgemäß sei.