Polizeigewerkschaft warnt vor Silvester-Eskalation!

Dieses Video wurde am 3. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Polizeigewerkschaft schlägt Alarm: Silvester könnte gefährlicher werden. Jochen Kopelke warnt vor zunehmender Gewalt und fordert mehr Unterstützung für die Einsatzkräfte.

Jochen Kopelke, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, äußert sich besorgt über die bevorstehende Silvesternacht. Er betont, dass immer mehr Beamte in Gefahr arbeiten müssen. Das Kräfteproblem sei bereits evident, und das Konfliktpotenzial nehme zu. Besonders aus Berlin und anderen Städten kommen Meldungen über Kugelbomben und Gruppengewalt. Der öffentliche Raum wird zunehmend umkämpfter, was die Situation zusätzlich verschärft.

Wer mit Feuerwerkskörpern auf Polizisten losgeht, darf diese gar nicht besitzen. Neben einer Innenministerkonferenz braucht es eine klare gesellschaftliche Haltung gegen Gewalt.

Kopelke kritisiert, dass die Politik zwar oft warme Worte findet, aber es an konkreter Unterstützung mangelt. Das Thema Gewalt gegen Vollstreckungsbeamte sei jährlich präsent, doch die Verletzungen nehmen zu, während gleichzeitig der Kräftebedarf steigt. Der Einsatz in Gießen habe gezeigt, dass selbst Kräfte aus 15 Bundesländern nicht ausreichten, um die Gewalt einzudämmen. Es brauche eine schnellere Verurteilung von Straftätern.

Der Innenminister in Hessen stehe zwar zur Polizei, was wichtig sei, um nicht die Deutungshoheit zu verlieren, so Kopelke. Jedoch fehle es an Personalausstattung und Hundertschaften. Die Einsatzkräfte seien teilweise 16 Stunden im Dienst gewesen, ohne ihre Unterkünfte zu erreichen. Eine 20-Kilogramm-Schutzausstattung über so lange Zeit beeinträchtige die Agilität und Flexibilität der Beamten. Daher sei eine bessere Ausstattung und Technik notwendig, gemäß dem Grundsatz ‚Material vor Personal‘.

Abschließend betont Kopelke die unterschiedlichen Vorgehensweisen der verschiedenen Extremismusspektren. Während Linksextremisten Infrastruktur angreifen und Gewalt anwenden, inszenieren Rechtsextremisten Hass und Hetze. Religiöse Extremisten gehen gezielt mit Messern auf Menschen los. Polizisten müssten auf alles vorbereitet sein. Die Vorwürfe von Polizeigewalt in Gießen seien lächerlich, da es sich um Profidemonstranten handele, die den Konflikt suchen und eine Täter-Opfer-Umkehr betreiben. Es brauche eine starke Stimme für die Polizisten.